Kreis Heinsberg - Comenic Games wie „Spiel ohne Grenzen“

Comenic Games wie „Spiel ohne Grenzen“

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Zum Programm gehörte ein Ausflug auf den Burgberg: Die Gruppe aus der Oberbrucher Rurtal-Schule erkundete Ungarns Hauptstadt Budapest.

Kreis Heinsberg. Die Rurtal-Schule, Förderschule des Kreises Heinsberg mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, nimmt seit 2012 als koordinierende Schule an dem Comenius-Projekt „Lernen ohne Grenzen“ teil.

Jetzt hatten sich zwölf Schülerinnen und Schüler der Rurtal-Schule unter der Begleitung von Dietmar Pelzer (Leiter des Comenius-Projektes), Britta Frenken (stellvertretende Schulleiterin), Beate Theißen (Sonderpädagogin und Musiklehrerin), Ruth Meures (Sportlehrerin), Walli Blum (Fachlehrerin) und Jan M. Artmann (Sonderpädagoge) auf den Weg nach Budapest gemacht. Dort sollten sie gemeinsam mit den befreundeten Schulen Elms Bank Specialist Art College aus Bury (England) und Csalogány Iskala aus Budapest (Ungarn) die Abschlusswoche des zweijährigen Comenius-Projektes erleben.

22 Stunden lange Anreise

Um ein Gefühl für die Entfernung zu bekommen, reiste die Gruppe mit dem Zug von Geilenkirchen aus nach Budapest. Zunächst ging es mit dem ICE nach Berlin und dann weiter mit dem Nachtzug nach Budapest. 22 Stunden lang war die Gruppe ohne Zwischenfälle und Verspätungen bis zum Ziel unterwegs.

Dabei zählt die Nacht im Sechser-Schlafwagenabteil für die Schülerinnen und Schüler sicherlich zu den aufregendsten Erlebnissen. In Budapest angekommen, wurde die Gruppe direkt in ihr Quartier in der Csalogány Iskola gebracht, einer Schule für Menschen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, der auch ein Kindergarten und ein Internat angeschlossen sind.

Das Programm gestaltete sich vielseitig: Neben einer Schifffahrt auf der Donau, der Besichtigung der Burg sowie des Budapester Zoos ging es auch zum heilpädagogischen Reiten und zum Schwimmen im schuleigenen Bad.

Die Höhepunkte der zweijährigen Comenius-Arbeit waren jedoch die Comenic Games, ein Sportfest der besonderen Art, und die Abschlusszeremonie in einem benachbarten Kulturzentrum. Auf beides hatten sich alle drei Schulen zwei Jahre lang intensiv vorbereitet. Für die Comenic Games hatte die Sportlehrerin Ruth Meures ein eigenes „Spiel ohne Grenzen“ entwickelt, an dem die Schüler der drei Nationen gemeinsam ohne Verlierer teilnehmen konnten. Dabei kamen die Schülerinnen und Schüler schnell in Kontakt untereinander.

Von Vorteil war, dass die Schüler der Rurtal-Schule zwei Jahre lang einige Vokabeln in Englisch und Ungarisch geübt hatten. Bei der Abschlusszeremonie wurde ein Theaterstück über einen kleinen Waschbären uraufgeführt, das von allen drei Schulen gemeinsam entwickelt wurde. Der Beginn fand in Ungarn statt und wurde auch von den ungarischen Schülern auf Ungarisch vorgetragen, bevor der kleine Waschbär weiter nach Deutschland wanderte, wo die deutschen Schüler die Geschichte auf Deutsch weiterführten.

Schließlich landete der Waschbär in England, was wiederum von dem Elms Bank Specialist Art College in Bury dargestellt wurde. Nach musikalischen Vorträgen aus den einzelnen Ländern und verschiedenen Dankesreden endete die gut besuchte Zeremonie mit dem gemeinsamen Singen der ­Europahymne, die von jeder teilnehmenden Schule umgedichtet wurde. Auch dies sei ein beeindruckendes Erlebnis gewesen, gemeinsam mit den Schülern und Lehrern der anderen Nationen auf einer Bühne zu stehen und in einem so tollen Kulturhaus aufzutreten, berichteten die Teilnehmer.

Nach einer Reise mit vielen Eindrücken landeten die Schülerinnen und Schüler schließlich am wohlbehalten wieder am Flughafen Köln/Bonn, wo sie von ihren Eltern in Empfang genommen wurden.

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