„Clevere Senioren fahren Bus” lautet die Devise

Von: gs
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„Clevere Senioren fahren Bus
„Clevere Senioren fahren Bus”: Dies meinen auch Margit Hils vom SFZ, Seniorenberaterin Elsbeth Gotzes und Udo Winkens von der West (v. l. n. r.). Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. „Wir möchten ältere Menschen wieder für den ÖPNV begeistern”, hatte der Verkehrsbereichsleiter der West, Udo Winkens, im Januar den Grund für ein Projekt mit dem Titel „Mobile Senioren im Kreis Heinsberg” genannt.

Die West Energie und Verkehr (West) und das Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum im Kreis Heinsberg (SFZ) suchen seit diesem Zeitpunkt ehrenamtliche Kräfte, die bereit sind, Seniorinnen und Senioren im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beratend und unterstützend zur Seite stehen. Das Freiwilligenzentrum will dabei die Ehrenamtler für das Projekt akquirieren.

Im August stellten West und SFZ mit Elsbeth Gotzes die erste Seniorenberaterin vor. Die Leiterin vom Fachbereich für Freiwilligenarbeit, Margrit Hils, und Udo Winkens werteten dies als ersten Erfolg, an dem man anknüpfen könne. Beide wissen aber heute auch, dass es einer längeren Vorlaufzeit bedarf, bevor das noch bis zum 31. Dezember 2012 vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt richtig in Gang kommt.

Denn trotz der bisherigen Werbekampagne blieb die Resonanz von Seiten der Kreis Heinsberger Bevölkerung bis dato bescheiden. Die einzige Beraterin hatte in den zurückliegenden Monaten sechs Anfragen von Senioren oder Seniorinnen zu „bewältigen”. „Darunter war eine Frau mit Rollator, die sich über die Fahrzeiten der Niederflurbusse informiert hat”, berichtete Elsbeth Gotzes.

Nun wird die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert. Und die Partner hoffen, dass sich bald mehr Seniorenberater finden mögen. 2Wir wollen das Projekt stärker bewerben”, sagte Winkens und stellte einen Bus vor, bei dem die große Werbenachricht „Clevere Senioren fahren Bus” nicht zu übersehen ist. Parallel zu dem Werbebus wird mit Broschüre und Flyer auf das Angebot für Senioren aufmerksam gemacht. Zusätzlich werben Plakate in Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern, bei Ärzten und an anderen Orten, wo ältere Menschen anzutreffen sind, für die Aktion.

Anfang des kommenden Jahres bietet das Selbsthilfe- und Freiwilligenzentrum im Kreis Heinsberg eine zweite Schulung für Seniorenberater an. Bisher haben sich zwei weitere Bürger bei Margit Hils gemeldet, die Interesse an der ehrenamtlichen Tätigkeit zeigen.

Was sind die Aufgaben der Seniorenberater? „Fahrplanauskünfte müssen sie erteilen können, Tarife, beziehungsweise Preise kennen”, erläuterte Winkens. Auf Fragen wie „Gibt es speziell auf mich zu geschnittene Fahrscheine? Wie bestelle ich einen Multibus ? Wie verhalte ich mich im Bus ?” sollten die Berater eine Antwort geben können.

Auch beim Einsteigen, bei Problemen mit Rollstuhl oder Rollator werde den Senioren geholfen. All diese Themen und mehr sind auch Schwerpunkte der dreiteiligen Schulung.

Die Betreuer der Senioren werden mit Mütze, Tasche, Namensschild und Informationsmaterial von der West ausgestattet.
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