Chreskinkes-Maat: Weihnachtszauber im Hilfarther Korbmachermuseum

Von: Pia Wilbrand
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Die Weihnachtsgeschichte wurde von den Rurtal-Korbmachern beim diesjährigen Chreskinesmaat gekonnt in Szene gesetzt. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Hilfarth. Es riecht so nach Äpfeln und Nüssen - ein passendes Motto für den diesjährigen Chreskinkes-Maat im Hilfarther Korbmachermuseum. Aber auch ein Duft nach Reibekuchen, Bratwurst, Glühwein, Kaffee, Weihnachtsgebäck lag in der Luft, wenn man den Innenhof des Korbmachermuseums betrat.

Der Blickfang war eindeutig die große hölzerne Krippe, in der ein Kälbchen und Esel nicht nur die kleinen Besucher wie magisch anzogen und zum Streicheln animierten. Die Tiere waren aber nicht nur Dekoration, sie hatten eine wichtige Aufgabe, denn sie waren Darsteller im Krippenspiel. Mit liebevoller Hingabe und viel Mühe zum Detail hatten die Veranstalter die Lebende Krippe arrangiert.

Die Weihnachtsgeschichte gestikuliert

Über eine Lautsprecheranlage erzählte Lambert Hensen die biblische Geschichte von den Ereignissen um die Geburt Jesu und gestaltete das Spiel auch musikalisch. Die Schauspieler sprachen ihre Texte nämlich nicht selber, sondern benutzten lediglich Mimik, Gestik und Aktion zum vorgetragenen Text und zur Musik. So begleitete ein stimmungsvolles Lied aus der Sicht Marias, Josefs und der Herbergsväter die mühselige Reise der hochschwangeren Maria und die vergebliche Suche des Paares nach einem Schlafplatz. Auch die Verkündigung des Engels, dass der Heiland geboren werde, die Geburt Jesu in einem Stall, die Ankunft der Hirten und der drei Weisen aus dem Morgenland wurden den Zuschauern sehr anschaulich vorgeführt.

Nicht zuletzt haben die wunderbaren Kostüme und das Muhen des Kälbchens wie auf Stichwort für eine fast schon realistische Stimmung gesorgt. Und auch wenn es zu Jesu Geburt in Bethlehem wohl nicht geschneit hat, so unterstrichen die Kälte und die fallenden Schneeflocken doch die schwierigen Umstände des Ereignisses.

Posaunenchor

Eine akustisch gelungene Ergänzung stellte die musikalische Unterstützung des Posaunenchors Hilfarth dar. Zwischen den Szenen tönten aus den Fenstern im Innenhof Trompeten, Posaunen, Hörner und Tuben mit festlichen Weihnachtsliedern, wie „Tochter Zion” oder „Es ist ein Ros´ entsprungen”.

Einen Weihnachtsmarkt der ursprünglichen Art wollte der Initiator und erste Vorsitzende der Rurtal-Korbmacher Heinz-Josef Everz präsentieren. Neben der lebenden Krippe gab es Angebote des weihnachtlichen Brauchtums, wie Adventkränze, Kerzen, Weihachtssträuße, und Zimttöpfe.

Das Handwerk bot auch handgefertigte Lichterbögen, Krippen, Töpferarbeiten, Glaskugeln, Holzspielzeug und handgemachte Teddybären an. Und natürlich fehlten auch die eigenen Korbarbeiten der Rurtalkorbmacher nicht. Wichtig war den Veranstaltern aber auch die regionale Verankerung des Christkind-Marktes. „Deswegen findet man hier ausschließlich die hiesige Gastronomie und Anbieterfirmen.”, sagte Hein-Josef Everz und auch der plattdeutsche Name „Chreskinkes-Maat” unterstreiche dies. Für die Kinder gab es in der Korbmacherwerkstatt „Wirkes” noch Kurse im Flechten bei wohliger Wörme am Ofen und sie konnten den Weihnachtsschmuck für den Weihnachtsbaum im Innenhof basteln und ihn am Abend „plündern”.
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