Heinsberg-Porselen - Chöre singen in Porselen um die Wette

Chöre singen in Porselen um die Wette

Von: sche
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Heinsberg-Porselen. Laienchöre gehören zu den letzten Idealisten. Nicht nur, dass sie ehrenamtlich mit nicht geringem Aufwand an Zeit und Einsatz fungieren, sie tun auch noch viel Gutes zum Nutzen von Armen und Kranken.

Das Indienhilfswerk erfuhr die Bereitschaft von gleich zwei Chören zu einem aufwändigen Weihnachtskonzert als Benefizveranstaltung in der Kirche.

Von sich waren die Chöre, der um zahlreiche Sänger und Sängerinnen verstärkte Kirchenchor Porselen und der Männergesangverein Braunsrath, auf das Hilfswerk zugegangen und hatten sich für den guten Zweck angeboten, wie es in früheren Jahren schon häufiger der Fall war, als unter der Führung des Horster Musikvereins regelmäßig konzertiert wurde.

Der Vorstand um die junge Vorsitzende Agnes Rütten zeigte sich hocherfreut, spendete großes Lob und herzlichen Dank, die sowohl dem Können als auch der Uneigennützigkeit galten. Die Vereine waren noch ganz im Feiertagsstress und hätten pausieren können. Die Kirchenchöre der alten Mutterpfarre Dremmen hatten ganze Messen zu Weihnachten gesungen, und die Braunsrather gestalten seit Jahren die Christmette in Maria Lind. Dadurch haben sie sich längst auch zu einem Kirchenchor gemausert.

Beide traten nun miteinander an und wetteiferten im Weihnachtsliedersingen, was doppelt ins Gewicht fiel. Wenn die Tage der „Freude über Freude” angebrochen sind, sind die meisten Konzerte verklungen. Lediglich in Höngen hat man das Konzert nach Weihnachten schätzen gelernt. Man hörte auch von anderen Plänen, aus denen aber (noch) nichts wurde. Die beiden Chöre sangen um die Wette, wobei die Zusammensetzung, gemischt und männlich rein, für zusätzlichen Reiz sorgte. Sakral blieben beide.

Im Kirchenchor, Leitung Jakob Ronkartz, der auf das Erbe von Kantor Dieter Schwaak zurückgreift, konnten die Männer nach Zahl richtig auftrumpften und mit den Frauen Schritt halten, was immer seltener wird. Großmeister der Kleinkunst hatten sie im Gepäck. Prätorius, der im Stil der Venetianer schrieb, Reichardt, dessen 700 Lieder als Höhepunkte der Berliner Liederschule galten, oder Diabelli, dessen (Wiener) Pastoralmesse früher nicht fehlte. Darin lag auch ein Bekenntnis des Kirchenchores zum traditionellen Weihnachtslied über nahezu fünf Jahrhunderte. Der Blick wurde aber auch in andere Richtung gelenkt. Grell war ein Zelterschüler, und Kurthen ein Hiesiger. Auch das Spiritual fehlte nicht. Alle diese Stilarten liefen im Chor harmonisch schön zusammen.

Die Braunsrather, die eine Musterstunde in ausgewogenem Hoch- und Tiefsingen bzw. in den Stimmlagen gaben, sangen mit großer Emphase. Sie verdanken sie den alljährlichen Weihnachtsauftritten. Dirigent Pierre Gerits hatte sechs Stücke bearbeitet. Arnold, Schmitz, Werner Rütten, Leo Sturmans sorgten für die krönenden Soli. Zu einer Diaschau über die segensreiche vielfältige Arbeit des Indienhilfswerkes, die auch wie ein Rechenschaftsbericht war, spielten Jakob Ronkartz, Orgel, und Mechthild Eitel, Flöte.
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