Celloabend als Gipfelsturm

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Heinsberg-Randerath. Die Konzerte in der Evangelischen Kirche sind eine Klasse für sich. Sie haben ein Niveau, dass sie keinen Vergleich zu scheuen brauchen, obwohl nur junge Musiker und Studenten beteiligt sind.

Aber die haben es in sich. Florian Koltun widmet sich ihnen mit großer Leidenschaft, und die Pfarrerin bietet ihm alle Möglichkeiten. Jetzt gab es einen Celloabend, der einem Gipfelsturm vergleichbar war. Jan Trost, 22 Jahre jung, Bayer, Musikstudent und ein Musiker, der die Preise bei Wettbewerben nur so sammelt wie Orden, gastierte zum zweiten Mal und konzertierte mit Florian Koltun, der ihm in puncto Wettbewerbserfolge nicht nach-steht.

Schon seine Haltung am Klavier lässt auf sein Talent schließen. Es war aber der Cellist, der besonders in den Blickpunkt rückte. Er spielte Bachs 3. Solosuite für Cello, Dauer etwa eine halbe Stunde, auswendig, mit den Sätzen Prélude, Allemande, Courante, Sarabande, Bouree und Gigue. Pfarrerin Dickmann feierte Bach deswegen nicht zuletzt als Vorläufer des europäischen Gedankens. Das einmalige Genie reiht nämlich europäische Tänze wie edle Kostbarkeiten aneinander.

Wenn auch die Cellosuiten etwas im Schatten der Sonaten für Violine solo stehen, sie sind gekrönte Meisterwerke, um die kein Cellist von Rang herumkommt. Sie sind das Maß aller Dinge. Wer sie beherrscht - wie Jan Trost - kann sich zu den Spitzensolisten zählen.

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