CDU-Parteitag: „Wir können nur an uns selber scheitern“

Von: disch
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Sie stehen weiter an der Spitze der CDU im Kreis Heinsberg: Vorsitzender Bernd ­Krückel (2.v.l.) wird unterstützt von seinen Stellvertretern Dr. Hanno Kehren (l.) und Dr. Gerd Hachen (2.v.r.) sowie Schatzmeister Christoph ­Kaminski (r.). Die stellvertretende Vorsitzende Dagmar Ohlenforst fehlte erkrankt. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. „Wir können nur an uns selber scheitern“, stellte der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Bernd Krückel beim Kreisparteitag der CDU in der Bürgerhalle von Geilenkirchen-Würm fest und führte das jüngste Ergebnis mit der nach parteiinternen Querelen verlorenen Bürgermeisterwahl in der Stadt Geilenkirchen als Beispiel an.

„Ein Sachverhalt, aus dem wir lernen sollten. Wenn wir uns so präsentieren, werden wir die Wahlen nicht gewinnen. Solche Streitigkeiten wollen die Bürger nicht erleben“, appellierte Krückel an den Korps- und Teamgeist der Christdemokraten.

„Gut aufgestellt“

Beim Blick in die eigenen Reihen konnte Krückel aber nicht nur Kritisches feststellen, auch wenn die Wahlergebnisse für die Union nicht mehr so hoch ausfallen würden wie in der Vergangenheit. Auf Kreisebene sei es der Opposition bei den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr aber nicht gelungen, die absolute Mehrheit der CDU zu brechen. Dies sei „ein hervorragender Erfolg“ sowohl für Landrat Stephan Pusch als auch für die Kreistagsfraktion unter dem Vorsitz von Norbert Reyans gewesen.

„SPD und Grüne zusammen können der CDU nicht annährend das Wasser reichen“, so Krückel. Die eigene Partei sieht er „gut aufgestellt“. So lobte er vor allem das Engagement der CDU-Kreisgeschäftsstelle unter der Leitung von Kreisgeschäftsführerin Monika Schmitz mit ihrem Erfahrungsschatz. Finanziell und organisatorisch sei die CDU gut aufgestellt: „Wir haben uns sehr gut positioniert“, stellte er fest und blickte dann auch schon voraus auf die kommenden Wahlen, die im Jahr 2017 anstehen, wenn Landtag und Bundestag gewählt werden.

Wiederwahlen

Bei der Wahl des geschäftsführenden Vorstandes gab es beim Kreisparteitag nur Wiederwahlen: Vorsitzender Bernd Krückel kam – wie bereits aktuell gemeldet – auf 121 Ja und 17 Nein bei drei Enthaltungen. Seine beiden Stellvertreter Dr. Hanno Kehren (128/12/2) und Dagmar Ohlenforst (126/9/7) schnitten da etwas besser ab. Eine Erkelenzer „Kampfabstimmung“ gab es wieder um den dritten Stellvertreterposten: Peter London forderte erneut Dr. Gerd Hachen heraus, scheiterte aber mit 39:100 Stimmen wie bereits vor zwei Jahren (damals mit 56:103). Das Spitzenresultat erzielte Schatzmeister Christoph Kaminski mit 127 Ja und vier Nein. „Ein exorbitantes Ergebnis, das honoriert, dass er unsere Kasse saniert hat“, stellte Franz-Michael Jansen als Vorsitzender des Tagungspräsidiums anerkennend fest.

Der Schatzmeister hatte in seinem Bericht von einer „guten schwarzen Null“ in der Kassenbilanz berichtet, die es ermögliche, Rücklagen zu bilden, und von Investitionen in das Heinrich-Köpp­ler-Haus, den Sitz der Kreisgeschäftsstelle in Heinsberg. Doch Kaminski berichtete auch sorgenvoll von Plänen der CDU auf Bundesebene, nach denen der monatliche Mindestbeitrag von fünf auf acht Euro angehoben werden solle.

Droht Mitgliederschwund?

Es sei ein Mitgliederschwund zu befürchten, wenn die Pläne für den erhöhten Monatsbeitrag wirklich beschlossen werden sollten, sagte Kaminski. So hätten nach der letzten Beitragserhöhung mehr als 1000 von damals noch rund 5000 Mitgliedern die Partei verlassen. Aktuell zähle die Union im Kreis Heinsberg 3100 Mitglieder. Und Kaminskis Sorge ist es, dass die Kreispartei nach einer Beitrags­erhöhung am Ende finanziell schlechter dastehen könnte als vorher.

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