Carolina Cup: 80 Kilometer quer durch den Kreis Heinsberg

Von: Markus Bienwald
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Hauptorganisator Wolfgang Habedank (auf der Treppe links) gab noch gute Tipps für die Teilnehmer, ehe es vom Schloss Zweibrüggen aus auf die rund 80 Kilometer lange Strecke ging. Foto: Markus Bienwald
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In Fahrt überzeugte das rollende Kulturgut natürlich ganz besonders. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. Es gibt Tage, die sollten nie ein Ende nehmen. Zumindest gefühlt, denn das galt sicherlich auch für die insgesamt 80 Teilnehmer, die sich am Sonntag unter der Ägide des Lions Club Aachen Carolina auf eine ganz besondere Tour durch den Kreis Heinsberg machten.

So hatten sie sich unter dem Titel „Schlösser, Burgen, Windmühlen“ aufgemacht, um per Oldtimer die immobilen Sehenswürdigkeiten zu erkunden. „Der Clou waren dabei wie immer die Geschicklichkeitsaufgaben, die an drei Parkplätzen auf Fahrer und Beifahrer warteten“, so Wolfgang Habedank vom Organisationsteam des Carolina Cup genannten Events.

Er war es auch, der natürlich mit besten Wünschen, ein paar Tipps, etwas Proviant und den Fahrerbriefen in den Händen die Teilnehmer in ihren 38 historischen Fahrzeugen auf den Weg schickte.

Wer sich für das rollende Kulturgut interessierte, dem war natürlich an den verschiedenen Haltepunkten die Chance zu geben, die Augen ausgiebig über die attraktiven Blechkleider automobiler Baukunst aus längst vergangenen Tagen streifen zu lassen.

So gab es beispielsweise gleich zwei wunderschöne Mercedes SL der Baureihe R107, die als etwas frühere deutsche Sechszylinder-Variante und etwas spätere US-Version mit in Deutschland nur auf besonderen Wunsch erhältlichem 5,6-Liter-V8 zeigten, wie selbst Autos einer Baureihe und im selben, anziehenden Rotton unterschiedlich sein können.

Das Fahren der rund 80 Kilometer quer durchs Heinsberger Land bis in die Niederlande hinein war übrigens auch eine Herausforderung an die Fahrer. „Wir haben natürlich wieder ein paar Spiele eingebaut“, so Thomas Krifft, der mit seiner signalgelben Weste schon von Weitem als einer der Mitorganisatoren erkennbar war.

Insbesondere die Geschicklichkeitsübung beim Zieleinlauf auf Gut Breill zwischen Geilenkirchen und Übach-Palenberg war dabei eine echte Herausforderung. „Es galt nämlich, mittels Gabelstaplern Europaletten von einer markierten Stelle an die andere zu transportieren“, erzählte Wolfgang Habedank.

Aber auch das mit dem Händedruck am darauffolgenden Montag dürfte manchem, der sein historisches Schätzchen vielleicht nicht allzu oft bewegt, ein paar Schwierigkeiten gemacht haben. Denn manche Gefährte hatten trotz aller äußeren Schönheit noch keine Servolenkung an Bord und verlangten nach entsprechend gut trainierten Armmuskeln.

Und wer heutzutage nicht mal hinter einem Roller hinterhertuckert, dem dürfte auch die für heutige Nasen eher unbekannte Mischung aus Luft und unverbrannten Kohlenwasserstoffen, sprich Sprit, unbekannt vorgekommen sein, den die Oldtimer ausatmeten.

Erlös für den guten Zweck

Aber es sei ihnen gegönnt, diesen manchmal auch in kerniger Tonlage ihrer Last mit der Straße kundtuenden Gefährten, sich den ein oder anderen Liter Brandstoff einverleibt zu haben.

Denn schließlich war nicht nur der Weg mit beispielsweise dem Kasteel Hoensbroek oder der Alfa Brauerei in den Niederlanden das Ziel.

„Der Erlös von rund 10.000 Euro – inklusive dem, was die Tombola eingebracht hatte – kommt natürlich noch dem guten Zweck zugute.

Ganz dem Club-Slogan „We serve – Wir dienen“ getreu werden aus dieser Summe Spenden für die Aktion „Unsere Kinder“ der Stadt Übach-Palenberg, der Verein Regenbogen, der die Trauerarbeit mit jungen Menschen unterstützt und die Hospizstiftung der Region Aachen für das neue Hospiz am Iterbach unterstützt.

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