Caritas unterwegs setzt sich für Integration ein

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Beim Caritas-Tag „Als Fremde gekommen – Fremde bleiben?“: Hermann-Josef Scheufens, Gottfried Küppers, Bärbel Windelen, Pfarrer Winfried Müller, Nicole Abels, Gabi Peterek, Helmi Meisters, Martina Zantis und Birgit Vasters (v. l. n. r.).

Kreis Heinsberg. Der Caritas-Tag stand unter dem Motto „Als Fremde gekommen – Fremde bleiben?“ und endete mit der Teilnahme an der Caritas-Arbeitsgemeinschaft im Haus der Begegnung in Ratheim.

„Ich würde auch alles versuchen, der Not und dem Elend zu entrinnen und dahin zu gehen, wo ich für meine Familie sorgen kann, wo es keinen Terror gibt und wo es sich lohnt zu leben.“ Mit diesen Worten wandte sich Pfarrer Winfried Müller, Vorsitzender des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, an die ehrenamtlichen Caritas-Mitarbeiter, die der Einladung zu „Caritas unterwegs“ als Dankeschön für ihren karitativen Einsatz gefolgt waren.

„Sie haben heute viele Beispiele erlebt, wo Menschen bereit sind den Flüchtlingen zu helfen“, sagte Pfarrer Müller. Weitere Beispiele würden in der Caritas-AG aufgezeigt. Dies unterstrich auch Caritas-Geschäftsführer Gottfried Küppers.

Exemplarisch wolle man drei Helfergruppen – stellvertretend für alle Gruppierungen, die sich in einem Jahr gebildet hätten, um den Flüchtlingen zu helfen – vorstellen. Anschaulich wurden diese Helferkreise in Form von farbigen Karten an drei Stellwänden dargestellt.

Nicole Abels, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes, stellte die Flüchtlingshilfe Geilenkirchen vor. Dort haben sich 16 Flüchtlingspaten qualifiziert. Zudem gibt es seit 21 Jahren einen Runden Tisch Flüchtlingsarbeit, in dem sich heute 30 Menschen engagieren. Zudem wurde ein Kooperationsvereinbarung zur Flüchtlingsarbeit zwischen Stadt, katholischer und evangelischer Kirche sowie Caritasverband unterzeichnet.

Ferner gibt es drei ehrenamtlich begleitete Sprachkurse, persönliche Betreuungen und eine Fahrradwerkstatt, in der alte Fahrräder repariert werden, um sie dann den Flüchtlingen zu überlassen. Eine kleine Gruppe kümmert sich um die Beschaffung von Möbeln und Haushaltsgegenständen. Zudem entsteht eine Stadtkarte mit Symbolen, mit denen die wichtigsten Punkte der Stadt für die Flüchtlinge markiert sind.

Gemeindesozialarbeiterin Birgit Vasters berichtete von Aktivitäten in Wegberg. Zur Zeit gibt es dort 250 Flüchtlinge, die sich auf insgesamt sechs Einrichtungen verteilen. Hinzu kommt noch die zentrale Unterbringungseinheit in Petersholz. Laut ihren Ausführungen gibt es in Wegberg drei Initiativen, wovon eine „Asyl in Wegberg“ ist.

Die Initiative stellt Flüchtlingspaten, sorgt für Sprachunterricht und Begleitung bei Behördengängen und unterhält eine Facebook-Seite, auf der sich die Flüchtlingshelfer austauschen können. ­Daneben gibt es die Flüchtlingshilfe St. Martin, die eine Patenschaft für ein Flüchtlingshaus in Tüschenbroich übernommen hat. Auch die evangelische Kirche bringt sich ein und bietet Freizeitmöglichkeiten für Flüchtlingskinder.

Gemeindesozialarbeiterin Bärbel Windelen stellte den Offenen Helferkreis Selfkant „Asyl“ vor. Der Helferkreis kümmert sich um die Familien, Bildung, Sportangebote, Mobilität und Arbeit sowie Gerichtsverfahren.

Wie bereichernd das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe sein kann, dies berichteten Gabi Peterek von „Asyl in Wegberg“, Helmi Meisters vom Runden Tisch Flüchtlingsarbeit Geilenkirchen und Hermann-Josef Scheufens vom Offenen Helferkreis Selfkant.

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