Caritas-Pflegenetz: „Die Ehrenamtlichen sind ein Gewinn”

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Wichtige Unterstützung für die „Starken Partner”: Doris Speen (links) mit Hund Tinka, Martha Hilgers (2. v. r.) und Heinz Deriks (hinten links) gehören zu den 180 Ehrenamtlichen des Caritas-Pflegenetzes, die sich gerne um die Bewohner in den Einrichtungen kümmern.

Kreis Heinsberg. Sie haben Zeit und wollen etwas Sinnvolles tun. Dies haben Doris Speen, Martha Hilgers und Heinz Deriks gemeinsam mit allen 180 freiwilligen Mitarbeitern, die derzeit in den Einrichtungen des Caritas-Pflegenetzes „Starke Partner” einem Ehrenamt nachgehen.

Ansonsten sind sie jedoch grundverschieden, was ihr Alter und ihre Aufgaben angeht.

Doris Speen, die sich beruflich umorientiert, besucht mit ihrem Hund Tinka seit November 2011 zwei bis vier Mal in der Woche die Bewohner im Alten- und Pflegeheim Marienkloster in Dremmen. Der kleine Hund wird dann gestreichelt, liebkost und bekommt auch mal einen Leckerbissen. Und mancher Bewohner beginnt, von den Erlebnissen mit dem eigenen Hund zu erzählen.

Martha Hilgers könnte mit ihren 80 Jahren selbst eine Bewohnerin des Marienklosters sein. Doch sie ist noch sehr rüstig und kümmert sich morgens um Haus und Garten. Nachmittags jedoch geht sie in das Alten- und Pflegeheim. Und das bereits seit dem Jahr 1997. „Ich gehöre mittlerweile zum Inventar”, sagt sie schmunzelnd.

Die Bewohner freuen sich auf sie. Ihre Aufgaben sind vielfältig, reichen von Unterhaltungen über die Unterstützung bei den Bingo- und Kegelnachmittagen bis hin zum Kaffee aufschütten bei Geburtstags- und Namenstagsfeiern und der Begleitung bei Ausflügen und Bastelaktionen.

Heinz Deriks, Lehrer im Vorruhestand, hat es sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Morgen nach St. Josef in Waldenrath zu gehen, um dort als Ehrenamtler seine Dienste anzubieten. Er spricht mit den Bewohnern, hilft bei der Getränkeversorgung ebenso wie beim Gedächtnis- und Kraftbalancetraining. Zudem begleitet er den Gottesdienst.

Auf die Tätigkeit als Ehrenamtlicher kam er über das Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum (SFZ) in Heinsberg. „Da ich als Lehrer mit Menschen zu tun hatte, wollte ich dies weiterhin gerne machen”, erzählt er. Wie sinnvoll seine Aufgabe sei, sehe er jeden Tag. Die Bewohner seien dankbar für jede Zuwendung und jedes Gespräch.

„Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind für uns eine wichtige Unterstützung”, weiß Maria Sonnenschein (Leitung Sozialer Dienst bei St. Josef in Waldenrath). Sie spricht für ihre Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Einrichtungen des Verbundes. „Unsere Ehrenamtlichen sind ein Gewinn für die vielseitigen und kontinuierlichen Angebote und Tätigkeiten in den Häusern, die gerne unterstützend den Mitarbeitern zur Seite stehen”, unterstreicht auch Christel Vieten (Leitung Sozialer Dienst im Alten- und Pflegeheim Marienkloster in Dremmen).

Mit ihrer regelmäßigen Präsenz seien die Ehrenamtlichen wichtige Ansprechpartner für die Bewohner, deren Gewohnheiten und Charaktere sie gut kennen würden. Insgesamt gebe es mittlerweile 180 ehrenamtliche Mitarbeiter bei den Starken Partnern. „Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht noch mehr Ehrenamtliche wünschen”, so Maria Sonnenschein. Jeder weitere Freiwillige sei ein Gewinn für die Bewohner.

Wer Interesse an einem Ehrenamt bei den Einrichtungen des Verbundes habe, brauche sich nur an die Einrichtungen selbst oder an das SFZ (? 02452/156790) zu wenden. „Jede Stunde ist kostbar”, sagt Christel Vieten. Eine den Neigungen entsprechende Aufgabe ließe sich immer finden.

Maria Sonnenschein und Christel Vieten weisen noch darauf hin, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter auf keinen Fall allein gelassen, sondern angeleitet würden. Regelmäßige Treffen und gemeinsame Aktionen, die Erstattung der Fahrtkosten und eine Unfallversicherung auf dem Arbeitsweg seien selbstverständlich.
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