Caritas: Mit Transparenz in die Zukunft

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Wichtige Säule der Caritas: Die Pflege und deren gesetzliche Rahmenbedingungen waren bei der Versammlung Thema. Foto: Stefan Klassen

Kreis Heinsberg. Was früher die Mitgliederversammlung des Caritasverbandes war, ist heute mit der neuen Satzung von 2013 die „Arbeitsgemeinschaft Caritas“, zu der der Verband seine Mitglieder in die Begegnungsstätte Heinsberg zum Austausch eingeladen hatte. Schwerpunktmäßig ging es um die Auswirkungen der Pflegereform, über die Marion Peters, Leiterin Abteilung Gesundheit und Pflege, informierte.

Einen Raum bekamen jedoch auch die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter, um Anregungen aus ihren Arbeitsbereichen und ihrer ehreamtlichen Arbeit zu geben. Die Moderation übernahm Hermann-Josef Ronkartz, Leiter der Abteilung Gefährdeten- und Behindertenhilfe sowie Gemeindedienste. In erster Linie ging es dabei um die Zukunft der Arbeit der Caritas.

Die Mitglieder stellten fest, dass es heute schwierig sei, die Menschen an die Kirche heranzuführen, und oftmals die karitative Arbeit im Verborgenen stattfindet. Sie forderten, mehr Transparenz zu schaffen, damit die Menschen wissen, was Kirche und was Caritas macht, und um Nachwuchs für die Caritasarbeit zu gewinnen. Caritas sei für die Menschen, insbesondere die Menschen in Not, da.

Wesensmerkmal der Kirche

Darauf hatte bereits Vorsitzender Pfarrer Winfried Müller im Gottesdienst im Geistlichen Zentrum in Heinsberg verwiesen. „Die Aufgabe des Caritasverbandes ist es, wie Gott zu handeln, wie Christus den Blick nach unten zu wenden.“ Caritas sei ein Wesensmerkmal der Kirche, als Haupt- und Ehrenamtliche Gottes Liebe weiter zu schenken. Ein wichtiger Auftrag sei deshalb, die Marke „Caritas“ bekannter und öffentlicher zu machen sowie die jüngeren und damit die 30 bis 50-Jährigen anzusprechen, so der Tenor der Mitglieder.

Zu Beginn hatte Geschäftsführer Gottfried Küppers über die neuesten Entwicklungen im Caritasverband, der zum Jahresende 1700 Mitglieder zählte, berichtet: So entstand ein neues Wohnkonzept mit neun Appartements auf dem Gelände des Wohnheims Mutter Teresa für psychisch kranke Menschen in Geilenkirchen.

Eine Ausschreibung entschied der Caritasverband für sich, so dass in Kooperation mit der Katharina Kasper Via Nobis GmbH die Maßnahme „Wegweiser“ für 35 Teilnehmer durchgeführt wird, um sie im Arbeitsmarkt zu integrieren. In Hilfarth gibt es eine neue Wohngruppe der Abteilung „Jugend und Familie“.

Küppers informierte auch darüber, dass es eine neue Gruppe in der Schulwerkstatt Erkelenz gibt und es einige Leitungswechsel in den Caritas-Pflegestationen gab, in der Wohnungslosenhilfe im nächstem Jahr ein Ersatzbau mit zwölf Plätzen entstehen wird und der Caritasverband sich um die Übernahme der Trägerschaft des Altenheims St. Josef Übach beworben hat.

Neue Herausforderung

Zudem referierte Marion Peters über die Auswirkungen der Pflegereform, das seit dem 1. Januar 2017 in Kraft getretene Pflegestärkungsgesetz II. Sie erklärte die fünf Pflegegrade und ihre Leistungen, die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und dass der Grad der Selbstständigkeit als neuer Bewertungsmaßstab angesehen wird, was für die Pflegestationen eine neue Herausforderung darstellte.

Schließlich wählten die Mitglieder noch 23 Vertreter für die Vertreterversammlung des Caritasverbandes, und zwar einstimmig bei einer Enthaltung.

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