Kreis Heinsberg - Buntes Wandgemälde im Rahmen einer Anti-Raucher-Kampagne

Buntes Wandgemälde im Rahmen einer Anti-Raucher-Kampagne

Von: g.s.
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Am Berufskolleg Wirtschaft des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen: Schulleiter Rudi Zins (r.) sowie die beiden Vertrauenslehrer Nicole Kupfer und Mario Nentwich (v.l.) mit den Sprayern Charles Stanbury (Mitte) und Dominik Fröls vor der Anti-Raucher-Wand. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. In der Aula des Berufskollegs Wirtschaft des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen erregen seit einigen Tagen mehrere Graffiti Aufsehen. Doch die großflächigen Ergebnisse kunstvollen Sprühens waren nicht etwa in einer unerlaubten „Nacht-und-Nebel-Aktion” entstanden, sondern vielmehr ganz offiziell im Auftrag der Schule und auf Initiative der Schülerverwaltung.

„Ich habe normalerweise ein gestörtes Verhältnis zu Graffiti, dort, wo es nicht hingehört”, äußerte Schulleiter Rudi Zins klar seine Meinung. Aber in diesen Fällen sei das bunte „Wandgemälde” im Rahmen einer Anti-Raucher-Kampagne der Schülerverwaltung entstanden.

Nichtrauchen war als Thema vorgegeben - und nach diesem Motto handelten Dominik Fröls (18) und Charles Stansbury (17), Schüler der Handelsschule am Berufskolleg. Beide wurden unterstützt von Tom Solty (16) von der Städtischen Realschule Geilenkirchen und Pascal Dziubak (15) von der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule.

Die vier Schüler haben schon mehrfach Auftragsarbeiten gestaltet, allerdings sicherlich noch nie vor derart viel Publikum wie im Berufskolleg. Denn während sich Hunderte Schülerinnen und Schüler während der Pausen in der Cafeteria aufhielten, gab sich das Quartett in künstlerischer Freiheit dem Sprühen hin. Immer in Anlehnung an das Thema „Nichtrauchen” und unter Betreuung der Vertrauenslehrer Nicole Kupfer und Mario Nentwich.

„Sprühen ja, Sachbeschädigung nein”, nannte Schulleiter Rudi Zins den Sinn der Aktion. So entstanden ein großflächiger Anti-Raucher-Schriftzug mit dem Titel „Uns stinkt´s” und Figuren vom „lethargisch-grauen Raucher” sowie einem „aktiv-bunten Nichtraucher”.

Die Meinung der Sprayer wie auch der Lehrer: Legalisierte Wände würden helfen, Schmierereien und Sachbeschädigungen, wie sie immer wieder in der Stadt vorkommen, zu verhindern und den Jugendlichen einen Anlaufpunkt zu bieten. In Geilenkirchen gebe es eine große Sprayer-Szene, die einen legalisierten Bereich brauche. Solche Bereiche würden bereits in umliegenden Städten wie Aachen, Mönchengladbach und Neuss existieren. Am vergangenen Wochenende sei auch in der Sporthalle in Übach ein Sprayerbereich eröffnet worden.
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