Erkelenz - Bunte Vielfalt von Blumen bis zur Mausefalle

Bunte Vielfalt von Blumen bis zur Mausefalle

Von: mb
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Das schlechte Wetter am ersten
Das schlechte Wetter am ersten Tag des Bauernmarktes konnte die Besucher nicht schocken. Gut beschirmt machten sie sich auf den Weg. Foto: Monika Baltes

Erkelenz. Es schüttete wie aus Eimern zur Eröffnung des Bauernmarktes an Haus Hohenbusch. Trotzdem strömte das Publikum in Scharen herbei. Das THW, das die Verkehrsführung überwachte, hatte alle Hände voll zu tun. Auch die eingesetzten Pendelbusse transportierten wahre Heerscharen von Besuchern.

Gleich nach der offiziellen Eröffnung durch Bürgermeister Peter Jansen und Kreislandwirt Hans-Gerd Joeris baten Hermann-Josef Kremer, Bezirksbundesmeister des Bezirksverbandes Erkelenz, und Wilfried Bürgers, Organisator, Marktleiter und Brudermeister zum Ehrenvogelschuss. „Holen wir den Goldfisch runter”, so der launige Kommentar aus der gut beschirmten Runde. Kremer nahm das Wetter gelassen: „ Unsere Besucher kommen auch bei Regen - wir sind die einzige Veranstaltung im Kreis, zu der auch Ärzte und Professoren in Gummistiefeln erscheinen”, lachte er.

120 Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus Österreich boten den Besuchern eine Fülle von Erzeugnissen aus biologischem und konventionellem Anbau wie Obst, Gemüse, Milch, Käse, Wurst, Fleisch, Gewürzen, Eier Honig, Senf und Wein. Apfelkraut wurde gleich vor Ort produziert. Gartenbauprodukte, Stauden, Blumen, Zierpflanzen und Gehölze lockten Gartenexperten und Blumenliebhaber ebenso an. Tierfreunde bewunderten Schafe, Alpakas, Kaninchen, Hühner und Ziergeflügel. Einblicke in die Handwerkskunst boten die Arbeiten am Spinnrad mit Schafswolle, Stickereien und Kettensäge- und Drechselarbeiten. Künstler aus der Region präsentierten Aquarellbilder, Seidenmalerei und Holzfiguren. Töpferei, Keramik, Patchwork, Korbwaren, Vogelhäuser, Laubsägearbeiten, Floristik, Kerzen, Geschenkverpackungen - hier fand jeder etwas, das ihn begeisterte.

Toni und Hildegard Mengeler aus Geilenkirchen-Niederheid hüteten eine ganz besondere Vogelschar: Nicht rostende Edelstahlvögel aus Granitsteinen und Stahl. „Alles made in Garage”, versicherte Mengeler. Und gab beim Kauf auch ein Schwämmchen dazu, damit eventuelle Fingerspuren auf dem Edelstahl ganz leicht zu entfernen seien. Den Bau der Vögel betreibt das Ehepaar hobbymäßig und verkauft die Tiere hin und wieder auf Märkten.

Aus Nettetal war Thomas Dittrich angereist. Neben exklusiven Holzvasen, bunten Beerensträußen und Kränzen bot er eine Lebend-Falle für Mäuse und Wühlmäuse mit einem besonderen Auslösemechanismus ohne Spannfedern an. Er weihte das geneigte Publikum in die Geheimnisse der Mäusejagd ein: „Vergessen sie Speck und Käse, Mäuse wollen Nüsse und Schokolade. Eine Mausefalle bestückt mit Nuss-Nougat-Creme oder Haselnusstafeln - sie wissen schon, die viereckigen mit dem Goldpapier - da kann eine Maus nicht widerstehen.”

Zu Beginn der dunklen Jahreszeit erscheinen auch die Krippenbauer wieder auf den Märkten. Josef und Silvia Küppers aus Waldfeucht-Obspringen teilen sich ein Hobby: Krippenställe, Figuren und Zubehör. Während er die Bauteile anfertigt, ist sie für die Zusammenstellung und Dekoration zuständig. „Wer bei uns eine Krippe bestellt, muss schon mit zwei bis drei Wochen Lieferzeit rechnen, wir machen das ja nur nebenher”, erklärte Josef Küppers.

Auch die obligatorischen „Wahrzeichen” eines Bauernmarktes waren reichlich vertreten: Kürbisse in allen Formen, Farben und Größen und herbstliche Floristik in Sträußen und Kränzen. An jeder Ecke duftete es nach Spezialitäten wie Reibekuchen, Eintopf aus der Gulaschkanone und Wurst vom Grill.

Und weil das Wetter sich im Laufe des Tages auch besserte und am Sonntag sogar die Sonne über Haus Hohenbusch gesehen wurde, konnten die Regenschirme zugeklappt werden und die Besucher hatten wieder beide Hände frei für die vollen Taschen, mit denen sie die Heimreise antraten. Denn wer hier nichts Wunderbares für Zuhause gefunden hatte, war wohl selbst schuld.
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