Bundesköniginnentag: Schützen zeigen Flagge

Von: Helmut Wichlatz
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Nach einem Gottesdienst auf dem Johannismarkt, zogen die Schützen durch die Stadt. Mit weißen Kutschen wurden die Ehrengäste gefahren. Foto: Passage
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Das amtierende Bundeskönigspaar Annika Wilmsen und Dominik Timmermann vom Diözesanverband Münster verlieh dem Fest einen besonderen Glanz. Foto: Passage
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Nach einem Gottesdienst auf dem Johannismarkt, zogen die Schützen durch die Stadt. Mit weißen Kutschen wurden die Ehrengäste gefahren. Foto: Passage
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Bürgermeister Peter Jansen begrüßte, unterstützt von Bezirksbundesmeister Hermann-Josef Kremer (rechts), vor allen Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm und seine Gemahlin Schirmherrin Anne Prinzessin zu Salm Salm. Foto: Passage
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Bürgermeister Peter Jansen (rechts) begrüßte, unterstützt von Bezirksbundesmeister Hermann-Josef Kremer, vor allen Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm und seine Gemahlin Schirmherrin Anne Prinzessin zu Salm Salm. Foto: Passage
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An einem herrlichen Frühlingstag endete das Bundesköniginnentag 2016 in Erkelenz. Foto: Passage

Erkelenz. Ein besseres Wetter für eine Goldhochzeit kann man sich kaum wünschen. Vor allem, wenn sie mit tausenden Menschen und über drei Tage hinweg gefeiert wird. Darüber, dass es sich beim 61. Bundesköniginnentag des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) um eine ganz besondere Goldhochzeit handelt, waren sich alle Beteiligten vom Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm bis hin zum Bezirksbundesmeister Hermann-Josef Kremer einig.

Denn vor genau 50 Jahren war Erkelenz schon einmal Austragungsort des Festes, zu dem traditionell Schützenköniginnen und Bruderschaften aus dem gesamten Bundesgebiet zusammenkommen, darunter natürlich auch das amtierende Bundeskönigspaar Annika Wilmsen und Dominik Timmermann vom Diözesanverband Münster.

Rund fünf Jahre hatte Kremer mit einem wachsenden Team daran gearbeitet, den Historischen Schützen in Erkelenz einen würdigen Empfang zu bereiten. „Eingebrockt“ hatte ihm diese ehrenvolle Aufgabe der damalige Bundesschützenmeister und heutige Ehrenbundesschützenmeister Heinz-Gerd Dewies aus Kückhoven.

Begonnen hatten die Festlichkeiten mit einer Tanzparty am Freitagabend in der Stadthalle. Am Samstag eroberten die Schützen dann Stück für Stück die Innenstadt. Um 16 Uhr präsentierte die Bundesschützenmusikkapelle Kleinenbroich unter der Leitung von Volker Schäfer ein abwechslungsreiches Platzkonzert vor dem Alten Rathaus. Der Parkplatz am Markt war abgesperrt. Dort zeigten die Fahnenschwenker von „Dark Explosion“ aus Eschweiler, weshalb sie in ihrer sportlichen Disziplin regelmäßig bei den Meisterschaften bis hin zur deutschen Meisterschaft immer ganz vorne dabei sind.

Beim anschließenden Empfang im Alten Rathaus konnte Bürgermeister Peter Jansen nicht nur die Größen des deutschen Schützenwesens begrüßen. Auch aus der französischen Partnerstadt St. James waren die beiden stellvertretenden Bürgermeister Yannick Duval und David Juquin nach Erkelenz gekommen, um beim Aufmarsch der Historischen Schützen in der ersten Reihe dabei zu sein.

Erhalt der Gemeinschaft

Jansen hob die Bedeutung der Schützen für den Erhalt der Gemeinschaft hervor und dankte vor allen den Bruderschaften aus dem Tagebaugebiet und den Ortschaften am Tagebaurand, die sich „in schweren Zeiten besonders positiv eingebracht haben, um die Gemeinschaft im Ort zu stärken“. Die Schützenköniginnen, die bei diesem Fest im Fokus standen, seien „Vorbild und Werbeträger“, die in einer besonderen Verantwortung stünden.

Hochmeister Prinz zu Salm Salm erklärte, dass Erkelenz zeige, „was es bedeutet, Schütze zu sein“ und wie tief das Schützenwesen in der Region verankert sei. Beim Empfang und auch beim anschließenden Zapfenstreich auf dem Markt war der Einsatz von Rettungskräften nötig, nachdem Teilnehmer wohl aufgrund der Hitze in Ohnmacht gefallen waren.

Ohne Zwischenfälle ging es abends in der Stadthalle weiter, wohin der Bezirksverband die Gäste eingeladen hatte. Dort betonte Bezirksmeister Kremer, dass die „Schützenfamilie“ bereits zum vierten Mal in Erkelenz zu Gast sei. Beim Bundesfest der Schützen vor 16 Jahren hatte das Wetter nicht mitgespielt.

Dies war diesmal anders. Was sich am Samstag schon angekündigt hatte, bewahrheitete sich am Sonntag. Strahlender Sonnenschein empfing die rund 5000 Schützen und Gäste, die schon morgens eintrudelten. Auf dem Johannismarkt begann mit dem Einzug der Fahnen eine Festmesse, an der hunderte Besucher teilnahmen.

Die Messe wurde von Pfarrer Werner Rombach, den Diakonen Kurt Esser und Paul Boscheinen, Bezirkspräses Paul Mathews und Bundespräses Robert Kleinen abgehalten. Als Altar hatten die Schützen in Abstimmung mit der Pfarrgemeinde Steine der ehemaligen Borschemicher Pfarrkirche St. Martinus aufeinandergeschichtet. Das Gebäude ist mittlerweile dem Tagebau gewichen.

Schirmherrin Anne Prinzessin zu Salm Salm dankte den Schützen in ihrer Ansprache für ihr Engagement um den Erhalt des Brauchtums. Beim Bundesköniginnentag stünden die Frauen im Mittelpunkt für das, was sie „im Stillen für die Gemeinschaft tun und verrichten“. Nach der Festmesse nahmen die Abordnungen aus den sechs Diözesen Aufstellung, vorneweg die Münsteraner.

Die Diözese Aachen, zu der auch der Erkelenzer Bezirk gehört, bildete den Abschluss. Rund 25 Musikkapellen waren bei dem Umzug dabei, um die Straßen mit Marschmusik zu füllen. Das gute Wetter und „das Trömmelchen“ sorgten dafür, dass die Straßen entlang der Zugstrecke und vor allem der Markt, wo die einzelnen Bruderschaften begrüßt wurden, von Zuschauern gesäumt waren.

Nach dem Zugausklang trafen sich die Schützen und Gäste noch in der Stadthalle und auf der „Partymeile“ am Franziskanerplatz, wo man die Erkelenzer Bundesschützengoldhochzeit angemessen ausklingen ließ.

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