Kreis Heinsberg - Bridge lernen: „Das lohnt sich”

Bridge lernen: „Das lohnt sich”

Von: koe
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Jede Woche treffen sich die Mi
Jede Woche treffen sich die Mitglieder des Bridge-Clubs Heinsberg in der Doverener Mühle. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Stille herrscht im Raum, man könnte eine Stecknadel fallen hören, und das, obwohl ein paar Dutzend Personen sich an mehreren Tischen niedergelassen haben. Ein ungewöhnliches Szenario, das sich jede Woche am Mittwochnachmittag in der Doverener Mühle wiederholt und neugierig macht.

Des Rätsels Lösung erfährt der Beobachter schnell: Da treffen sich die Mitglieder des Heinsberger Bridge-Clubs, der bereits seit 20 Jahren besteht und dessen Mitglieder nach wie vor von ihrem Hobby, dem Bridge-Spiel, fasziniert sind.

Bridge, ein Spiel, das der Laie mit seinen nebulösen Vorstellungen eher älteren englischen Damen beim Tee zuordnet. Der Anblick in der Doverener Mühle passt so gar nicht ins Klischee. Jung und Alt, vor allem Frauen, aber auch Männer, alle sind mit Begeisterung und großer Konzentration bei der Sache.

Ein Gespräch mit der Vorsitzenden und Sportwartin Marianne Liedtke klärt auf. Demnach hat sich 1988 auf Initiative von Ingrid von Berg eine private Bridgegemeinschaft von Frauen innerhalb des Tennisclubs Blau-Weiß Hückelhoven gebildet. Die Grundzüge dieses interessanten Spiels brachte Ingrid von Berg lang den interessierten Damen bei. Nachdem sie ein Jahr lang um die Tische der Interessenten gelaufen war, vermittelte sie mit Wolfgang Rath einen versierten und guten Bridge-Lehrer.

1992 wollte die Initiatorin das Bridgegeschehen in Hückelhoven weiter vorantreiben und sie schlug vor, einen Bridge-Club zu gründen. Zu der Gründungsversammlung am 19. Mai 1992 kamen 23 Interessenten. Die Zahl der Mitglieder sei ständig gewachsen, so Marianne Liedtke. Mehrfach habe man den Spielort wechseln müssen, bereits seit 2002 sei der Club aber in der Doverener Mühle heimisch geworden, wo man sich wohlfühle. Zusätzlich zu den Club-Nachmittagen habe der Verein Frühlings-, Nikolaus- oder Weihnachtsturniere organisiert und auch den Kontakt zu anderen Bridge-Clubs gepflegt.

Jetzt erinnerten die Mitglieder mit einem besonderen Turnier der Vereinsgründung vor 20 Jahren. Blumen gab es für das einzige Ehrenmitglied, Ingrid von Berg, die inzwischen im Ausland wohnt und zum Turnier angereist war, sowie für weitere Gründungsmitglieder: Therese Fremges, Brigitte Gräter, Brigitte Kettenbach, Käthe ­Koenigs, Agi Koep, Hannelore Korsten, Marianne Liedtke, Nanni Moers, Betty Nau, Juliane Raudszus, Marlis Thywissen und Doris Zimmermann. Die weiteren Gründungsmitglieder Anneliese Kirchner und Gisela Schönke waren verhindert. Ein besonderer Dank der Vorsitzenden galt Nanni Moers, die seit 20 Jahren ununterbrochen als Schatzmeisterin dem Club die Treue hält.

Königliches Spiel

Fragt man einige Mitglieder des Clubs nach ihrer Meinung über das Spiel, so gibt es nur positive Statements. Ursula Restaueix spricht von einem faszinierenden Spiel. Juliana Raudzus meint: „Bridge muss man lernen, aber es lohnt sich”. Und Rudolf von Berg sieht Bridge als einen Denksport an: „Man muss Brücken schlagen zum Partner, sich mit ihm verständigen können nach vielen Regeln. Es gibt viele Dinge zu lernen, denn Bridge ist anspruchsvoll im Vergleich zu den anderen Kartenspielen. Nicht umsonst spricht man vom königlichen Spiel.”

Ein Blick ins Internet verrät ber Bridge: „Bridge ist ein Kartenspiel für vier Personen. Je zwei sich gegenübersitzende Spieler bilden eine Mannschaft, die zusammen spielt und gewertet wird. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Stiche zu machen. In der ersten Phase (dem Reizen) wird in einer Art Versteigerung ermittelt, welches Paar wie viele Stiche machen muss und ob es eine Trumpffarbe gibt. Nachdem sich ein Paar mit einer Ansage von Stichzahl und Trumpffarbe durchgesetzt hat, erfolgt in der zweiten Phase das Abspiel der Karten. Hauptziel ist es für die eine Seite, ihre angesagte Stichzahl zu erreichen, die andere Seite muss dies nach Möglichkeit verhindern.”

Die Mitglieder des Bridge-Clubs Heinsberg jedenfalls beherrschen die etwas kompliziert klingenden Regeln, aber wie sagte ein Mitglied so treffend: „Bridge zu lernen, das lohnt sich!” So braucht sich der Club um seine Zukunft keine Sorgen zu machen.
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