Kreis Heinsberg - Bodo Strickstrock war mit Leib und Seele Polizist

Bodo Strickstrock war mit Leib und Seele Polizist

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Im Alter von 82 Jahren gestorben: Bodo Strickstrock, früher Kripochef im Kreis Heinsberg. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Er war Polizist mit Leib und Seele, der langjährige Chef der Kriminalpolizei im Kreis Heinsberg, doch auch sein Wirken als Texter und Fotograf für die Tageszeitung hat er nach eigener Aussage „sehr geliebt“: Bodo Strickstrock aus Erkelenz ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

Geboren 1931 in Münster, wollte Bodo Strickstrock eigentlich Redakteur werden. Er ließ sich nach dem Oberschulbesuch unter Hinweis auf geplante Polizeipressestellen 1951 zunächst bei der Bereitschaftspolizei des Landes Nordrhein-Westfalen anwerben, arbeitete später in fast allen Dienstbereichen der Schutzpolizei seiner Heimatstadt und wechselte 1959 zur Kriminalpolizei. Nach verschiedenen Lehrgängen und einer kurzen Station als Chef des Erkennungsdienstes beim Polizeipräsidium Duisburg übernahm er, inzwischen Diplom-Verwaltungswirt, 1964 die Leitung der Abteilung Kriminalpolizei bei der damaligen Kreispolizeibehörde Erkelenz, ab 1972 nach der Zusammenlegung mit dem Kreis Geilenkirchen-Heinsberg im Rahmen der kommunalen Neugliederung und der Neuordnung der Polizeibehörden die Kriminalpolizei im neu gebildeten Kreis Heinsberg – bis zu seiner Pensionierung.

Schon in den Jahren 1948 bis 1951 hatte Bodo Strickstrock journalistisch für die Heimatzeitungen Westfälische Nachrichten und Neuer Westfälischer Kurier (Münstersche Zeitung) gearbeitet. Nach seiner Pensionierung als Polizist wurde diese Tätigkeit für ihn fast zu einem zweiten Beruf, insbesondere für die Heinsberger Zeitung und Nachrichten, aber auch bei anderen Publikationen wirkte er als Bild- und Textautor. Unter anderem war er sieben Jahre ehrenamtlich verantwortlicher Redakteur der Bundeszeitschrift „IPA ­aktuell“ der International Police Association (IPA).

Erinnerungen in Buchform

In seiner Dienstzeit bei der Polizei hat Bodo Strickstrock viel erlebt. Und er hat dies der Nachwelt in ­gedruckter Form erhalten. In ­diesem Jahr ist das Buch „Wenn ich so zurückblicke – Geschichten aus 40 Jahren Polizeidienst“ in der Edition Octopus vom Verlag Monsenstein und Vannerdat erschienen. „Beim Schreiben kamen mir die Erinnerungen wieder hoch. Die schönen ebenso wie die weniger schönen“, sagte er selbst im Frühjahr zu seinem Werk. Die Namen der Personen hatte er teilweise verändert, die Ereignisse jedoch hatten sich genau so zugetragen. In diesen Erinnerungen werden auf 265 Seiten Einblicke gewährt in die Polizeiarbeit aus den verschiedenen Jahrzehnten, die Bodo Strickstrock als Streifenpolizist und Kriminalkommissar kennenlernte. Die Fälle reichen von Schmuggel und Autobahngangstern bis hin zu den Terroranschlägen der Irisch-Republikanischen Armee (IRA), die seinerzeit das Grenzgebiet erschütterten. Zu diesen gehört auch das Attentat vom 26. Oktober 1989 in Wildenrath, dem ein Unteroffizier der Royal Air Force und seine sechs Monate alte Tochter zum Opfer fielen.

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