„Blütenduftboden“: Malte Lück im Schloss Zweibrüggen

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Kreis Heinsberg. Mit der Ausstellung „Blütenduftboden“ des Performance-Künstlers Malte Lück startet das Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen in das Jubiläumsjahr 2013. Wie in den Jahren zuvor unterstützt auch in diesem Jahr die Kunststiftung der Kreissparkasse Heinsberg die Aktivitäten des Künstler-Forums großzügig.

Malte Lück, Jahrgang 1973, lebt und arbeitet in Köln. In seinem künstlerischen Oeuvre beschäftigt er sich mit komplexen Fragestellungen des Lebens, das bedeutet für ihn: mit dem Mensch-Sein an sich. Um einer Definition des Mensch-Seins näherzukommen, müsse man an bestehende körperliche und geistige Grenzen gelangen. Und erst durch Überschreitung dieser Grenzen könne das Nicht-Mehr-Mensch-Sein zu einer konkreten Situation gelangen, um so das Menschliche umso deutlicher erfahrbar werden zu lassen, auch visuell sichtbarer oder eben zu gefühlter Ebene.

Seine Aktionen tragen dabei rituelle Elemente, die in diesem Sinne von einer genauen Choreografie sowie der Reduktion der Geste auf eine wiederkehrende Symbolik geprägt sind. Mit den Mitteln der Kunst kann so der Entwurf einer Antwort auf existenzielle Fragen des Lebens gegeben werden.

Dabei werden in seinem umfangreichen Schaffen immer wieder die Bereiche von Selbst­reflektion und Selbstverortung interpretiert, entweder im Kontext von Subjekt und Gesellschaft oder von Innen und Außen der eigenen Person, als Reziproke gesellschaftlicher Prozesse.

„Blütenduftboden“ ist ein Bilderzyklus aus Blütenzeichnungen, die über ein Jahr entstanden sind. Auf über 160 Meter Länge erstrecken sich die Blumen von ihren Wurzeln zur Blüte, bis die Luft der Blüte sich wieder zu einem neuen Wurzelgeflecht formt und Blüte wird.

Bei der Abfolge des Entstehens, das in der Hängung im Schloss Zweibrüggen nicht mehr sichtbar gemacht werden kann, wird dabei deutlich, wie allmählich sich Blumen von der ersten Skizze lösen und selbständig werden. Das „immer wieder auf Neue“ ist dabei auch ein gedanklicher Prozess – denn die Freiheit, sich von der Vorlage zu lösen, muss erst im Kopf entstehen, um sie danach auf Papier bannen zu können.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 24. März, um 11 Uhr mit einer Vernissage und der Performance „leiben“ des Künstlers, die musikalisch von Iris Riedesel begleitet wird. In dieser Performance wird der Künstler in einfacher und anschaulicher Weise die Fragestellung lösen, wie er an sein Material kommt und wie seine Bilder entstehen. Über seinen Antrieb sagt er: „Mich interessiert die Kraft für das Leben.“

Die Vorsitzende des Künstler-­Forums, Hedwig Klee, und Wolfgang Jungnitsch, Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg, werden bei der Vernissage am kommenden Sonntag die Begrüßung der Gäste und des Künstlers vornehmen. Die Ausstellung läuft bis 14. April. Die Öffnungszeiten sind jeweils an den Sonntagen und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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