Bizzpark Oberbruch: Neuansiedlungen sind das erklärte Ziel

Von: disch
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Mit Strom und Gas, Dampf und Wasser, Kälte und Wärme oder Druckluft kann der Bizzpark Oberbruch die vor Ort ansässigen Unternehmen versorgen. Foto: Jürgen Ritterbach
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Auch eine eigene biologische Kläranlage hat der Bizzpark Oberbruch. Foto: Jürgen Ritterbach

Kreis Heinsberg. Vor allem Unternehmen aus der Ernährungsbranche und Firmen, die in der Papierherstellung tätig sind, hat die ­Veolia Industriepark Deutschland GmbH, der neue Eigentümer und Betreiber vom Bizz­park Oberbruch, im Blick, wenn es um zukünftige neue Ansiedlungen geht.

Denn: Dampf in unterschiedlichen Druckstufen und Kälte zum Heizen und Kühlen der Prozesse sowie Wasser verschiedener Qualitäten sind am Standort verfügbar – was besonders für die Lebensmittel- und Papierindustrie, aber nicht nur für sie alleine von großem Interesse sein kann.

Insgesamt stehen aktuell rund 20 Hektar Gewerbe- und Industrieflächen bereit – sei es zum Erwerb oder in Form einer Pachtlösung. Wenn die Kernflächensanierung 2017 abgeschlossen ist, gibt es zudem vier Hektar für eine industrielle Nutzung in direkter Kraftwerksnähe.

Bei der Vermarktung der Flächen baut Veolia auf eine enge Kooperation mit der Stadt Heinsberg, aber auch auf eine gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG). So ist der Bizz­park einer der Standortpartner der WFG beim Marketing unter dem Motto „Spitze im Westen“.

Und auch bei den Argumenten für den Standort liegen Bizzpark und WFG erkennbar auf einer Wellenlänge: So wird darauf verwiesen, dass in einem 200-Kilometer-Radius mehr als 40 Millionen Menschen sowie wichtige Seehäfen erreicht werden können. Die Nähe zu Hochschulen sowie der Auspendlerüberschuss werden als Quelle für qualifizierte Arbeitskräfte betrachtet.

Das Oberbrucher Glanzstoff-Werk, dessen Anfänge bis ins letzte Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zurückreichten, galt bis in die 1970er Jahre als Weltmarktführer in Sachen Kunstfaser. Mehr als 7000 Menschen standen dort einst in Lohn und Brot. Die Kunst­faserproduktion in Oberbruch erlebte jedoch ihren Niedergang.

Aber eine Faser ist auch heutzutage weiterhin mit dem Ort verknüpft: die Kohlenstofffaser. Das Unternehmen Toho Tenax gilt als einer der führenden Hersteller auf globaler Ebene – und ist selbst auch einer der WFG-Standortpartner bei „Spitze im Westen“.

Dem Strukturwandel Rechnung tragend, war 1998 der Industriepark Oberbruch gegründet worden, der – wie der Industriepark Niederau in Düren – seit diesem Jahr nun Veolia gehört.

Auf dem 100 Hektar großen Areal vom Bizz­park Oberbruch (Bizz ist als Wortspiel ans englische Business, sprich Geschäft zu verstehen) arbeiten derzeit rund 1000 Mitarbeiter in verschiedenen Industriebetrieben. Veolia versorgt die ansässigen Unternehmen – seien es nun Firmen wie zum Beispiel Toho Tenax und GNT, die dort auf eigenem Grund und Boden tätig sind, oder Mieter wie Otto Gourmet, Prospex, Solid Power und andere – mit Strom und Gas, Dampf und Wasser, Kälte und Wärme oder Druckluft, kümmert sich um die Abwasserentsorgung (in einer eigenen biologischen Kläranlage) und bietet ein umfassendes Spektrum von Industriedienstleistungen an.

Ferner plant Veolia, in den Bereichen innerbetriebliches Abfallmanagement und Energieeffizienz einen neuen Service anzubieten. „Jeder Ansiedler kann aus einem umfangreichen Leistungsangebot frei auswählen“, erklärt Parkmanager ­Josef Minkenberg. Die Formel, in der das Betreibermodell in der ­Ansprache (potenzieller) Kunden kurz zusammengefasst wird, lautet: „Konzentrieren Sie sich auf Ihr Kerngeschäft, wir kümmern uns um alles andere!“

Im Marketing will die Veolia In­dustriepark Deutschland GmbH nach Worten von Geschäftsführer Dr. Stefan Langer „neue Impulse“ setzen und dabei auch auf die vielfältigen Industriekontakte von Veolia bauen. Ausgerichtet werde das Standortmarketing natürlich auf Neuansiedlungen, wohl wissend, dass dies mit Blick auf ein großes Unternehmen „einen langen Atem“ erfordere und vielleicht auch einige Jahre in Anspruch nehmen könne.

Aber auch die bereits im Bizzpark ansässigen Unternehmen liegen Veolia am Herzen: Sie sollen mit guten Leistungen und guten Preisen am Standort gehalten werden. Zudem wolle Veolia, wie Langer ankündigte, die Dienstleistungen auch im Umland, sprich Unternehmen, die nicht im Bizzpark ansässig, offerieren.

Der Bizzpark solle mit einer modernen Infrastruktur punkten, aber auch die Historie des Stand­ortes werde nicht völlig ausgeblendet: So habe die noch vorhandene Industriearchitektur durchaus ihren Charme, wie Langer feststellt.

Mehr Informationen im Netz:
www.veolia.de/industriepark (Unternehmen)
www.spitze-im-westen.de (WFG-Kampagne)

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