Bischof Heinrich zu Besuch in Oberbruch

Von: anna
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Bischof Heinrich Mussinghoff (
Bischof Heinrich Mussinghoff (Mitte) bei der Schlusskonferenz mit Pfarrer Hans Schmitz (2.v.r.) und weiteren Vertretern von GdG und KGV. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Oberbruch. Im Rahmen einer Pastoralvisitation und für die Spendung des Sakraments der Firmung war Aachens Bischof Heinrich Mussinghoff für drei Wochen in der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Heinsberg-Oberbruch zu Gast.

Zu einer Schlusskonferenz traf er sich noch einmal mit den Vertretern von GdG und KGV, dem Verband auf der Ebene der Kirchengemeinden, im Pfarrhaus in Horst. Als gut vorbereitet bewertete er in seinem Fazit die Gottesdienste, die er in jeder der sieben Pfarreien, die der GdG angehören, mit den Gläubigen gefeiert hatte. Umgekehrt wurden seine Predigten wegen der Ermutigung gelobt, die sie gegeben hätten.

„Aufmerksam waren auch die Kinder bei der ansprechenden Katechese des Bischofs in den Schulgottesdiensten und in der Kindersegnungsfeier”, sagte Pastoralreferent Johannes Eschweiler. Der Bischof habe in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass es weiterhin und vielleicht auch verstärkt Wortgottesdienste geben werde. Mit einem neuartigen Einstieg hatte das GdG-Team den Bischof am ersten Tag sozusagen in den Sozialraum der Gemeinschaft eingeführt.

Die Rundfahrt mit den kurzen Stopps in den einzelnen Pfarreien habe ihm aber gut gefallen und ihm einen Einblick in die Lebenssituation der Menschen gegeben. Der Bischof führte viele Gespräche mit Gruppen. Dabei ging es oft um die Zukunft der Kirche. Der Bischof ermutigte die Gläubigen, indem er von der eigenen Berufung sprach. Den Ehrenamtlern riet er, die eigenen Stärken zu erkennen, auf sie zu setzen und das eigene Engagement zu intensivieren.

Gut aufgestellt sieht der Bischof die Einrichtungen in der GdG, die vier Kitas mit ihren Entwicklungen und Ausbaumaßnahmen bis hin zum Familienzentrum in Dremmen. Auch das Marienkloster als Altenheim in Dremmen ist eine für ihn eine wichtige und prägende Einrichtung. Er lernte viele Kinder und Jugendliche kennen, etwa im Gottesdienst mit den Messdienern, erfuhr vom Engagement der Pfadfinder in Oberbruch und vom Zuwachs der Jungschützen in Porselen, die sich über 25 neue Mitglieder freuen. 76 jungen Menschen spendete er das Sakrament der Firmung.

Die Stadtteilkonferenz Jugend in Oberbruch, an der das Jugendheim „Uli Elch” und die evangelischen Einrichtung „Oase”, teilnahmen, bezeichnete er als wertvoll. In den Gesprächen mit Lehrern und Schülern hörte der Bischof zudem von der guten Zusammenarbeit mit dem Pastoralteam und mit dem Projekt Amos. Der Bischof freute sich über das soziale Engagement in Form von Besuchsdiensten, Caritas- und Seniorengruppen in den Pfarreien und sah auch die Ökumene in der GdG gut verortet.

Ein ganz wichtiger Programmpunkt der Visitation waren Gespräche mit Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen. Hier wurden die Möglichkeiten der gemeinsamen Organisation von Aufgaben diskutiert, etwa für die Erstkommunion oder die Firmung. Zugleich warb der Bischof für die Struktur des Kirchengemeindeverbands. Große Bedeutung maß der Bischof während seiner Visitation dem Oberbrucher Hilfsprojekt Amos bei. Bei einem Besuch vor Ort machte er deutlich, dass die Förderung von Arbeitslosenprojekten auch ein pastoraler Schwerpunkt des Bistums Aachen ist. „Wichtig ist, dass die Kirche alle Menschen am Rande, die von der Politik nicht gefördert werden, nicht vergisst”, betonte Eschweiler. Es sei wichtig, dass vor allem junge Menschen nicht abgeschrieben würden. Bei der Schlusskonferenz stellte Mussinghoff einen monatlichen Jugendgottesdienst und einen Tag für Ehrenamtler in Aussicht.
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