Birgelen früher und heute in Bildern

Von: Anna Petra Thomas
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So sah sie aus, die Chronik der Bürgermeisterei Birgelen im Jahre 1825 (kleines Bild).Geduldig beantwortete Franz-Josef Breuer (2.v.r.) den Besuchern alle Fragen zu seinen Bildern. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. „Das ist gewaltig geworden. Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe!“ Staunend steht Franz-Josef Breuer vor seinem neuen Werk, einer Auswahl von insgesamt 200 Seiten, jeweils zu neunt hinter Glas gerahmt, auf Tischen im Pfarrheim in Birgelen.

„Früher und Heute – Erinnerungen an Heimatgeschichten aus Birgelen und dessen Außenorten“ wird der vierte Bildband heißen, wenn er gedruckt ist. Ende 2015 erst hatte Breuer seinen dritten Band veröffentlicht, der sich mit dem Schützenwesen befasste. Auch die ersten beiden, erschienen 2011 und 2013, hatten sich mit der Geschichte von Birgelen und den umliegenden Orten beschäftigt. Bereits 2010 hatte Breuer eine Broschüre über das Birgelener Pützchen veröffentlicht.

Nicht alle der über 100 Besucher fanden bei der Präsentation der fertigen Seiten Platz im Pfarrheim. So groß war das Interesse, die alten Fotos zu bewundern, die Breuer auch dieses Mal wieder zusammengetragen hatte. Schon vor Jahrzehnten habe er angefangen, die Fotos zu sammeln, erzählte Breuer.

Sein besonderer Dank ging bei der Begrüßung an seine Frau für ihre Geduld und an seine Enkelin Marie, die ihm auch dieses Mal beim Layout der Seiten geholfen hatte.

Los geht es im neuen Band mit der Abbildung der Chronik der Bürgermeisterei Birgelen aus dem Jahr 1825 im Kapitel „Die Selbstständigkeit der Gemeinde Birgelen“. Erinnerungen aus den Jahren 1936 und 1941 folgen Bilder von der Kirche, die Breuer als das „Herzstück von Birgelen“ bezeichnet.

Weiteren historischen Gebäuden in und um Birgelen sowie der Zeche Sophia-Jacoba ist ebenso ein Kapitel gewidmet wie den alten Brau- und Wirtshäusern. 15 seien es einmal gewesen, wusste Breuer den Besuchern der Präsentation zu berichten. „Das sind schöne Erinnerungen, die nicht mehr wiederkommen.“ Alten Fotos von Wohn- und Geschäftshäusern sowie Handwerksbetrieben folgte ein Blick auf die Postgeschichte.

Diese interessiert ihn als Philatelisten natürlich ganz besonders. Und so konnte er seinem staunenden Publikum berichten, dass im Jahre 1713 sogar ein Brief derer von Thurn und Taxis auf dem Postweg in Birgelen war.

Weiter geht es mit Jubiläen, Ehrenbürgern, Wanderwegen und dem Ausbau des Ortskerns, vom Ausbau der Rosenthaler Straße im Jahr 1956 bis hin zur Ortskernsanierung 1992 und 2003. Breuer vermittelt in seinem neuen Bildband einen Blick in die Landwirtschaft und in die Webereien, auch in den Orten um Birgelen herum.

In alten Bildern kann der Betrachter auch die Bong‘schen Mahlwerke in Rosenthal besuchen, „ein regional bedeutsames Sandwerk“, so Breuer. Damit verbunden ist natürlich auch ein Blick auf die ehemaligen Bahnstrecken, die durch Birgelen führten.

Ein eigenes Kapitel ist auch den Pumpen im Dorf gewidmet, die in früheren Zeiten für die Wasserversorgung sorgten. Immer wieder könne er seine Arbeit als Chronist weiter vervollständigen, wenn hin und wieder einmal jemand einen Menschen auf seinen Fotos wiedererkenne, erklärte Breuer und verband damit einen Dank an alle, die ihn bei seinen Recherchen unterstützt haben.

Unter der Überschrift „Dorfgeschichten“ berichtet Breuer unter anderem darüber, dass es 1898 in Birgelen das erste Fahrrad gab. Das Vereinswesen betreffend, findet sich im neuen Bildband ein Kapitel über den Rad- und Motorradverein von 1906.

Schließlich hat Breuer auch selbst in Fotos den Abbruch von Wohn- und Geschäftshäusern sowie Fabriken festgehalten, die aufgrund von Bergschäden abgerissen werden mussten.

Über eine Stunde lang hatte Breuer die Anwesenden mitgenommen in die spannende Geschichte seines Heimatortes. Dafür dankte ihm auch Sepp Becker, Vorsitzender des Wassenberger Heimatvereins, ganz herzlich. „Er ist das Gedächtnis des Ortes Birgelen“, lobte er die Arbeit von Breuer.

Obwohl das Buch noch gar nicht fertig ist, freute sich Breuer selbst schon über knapp 80 Vorbestellungen, die er an diesem Abend aufnehmen konnte. Wer sich für das Buch interessiert, erhält weitere Information bei Franz-Josef Breuer, Telefon 02432/2504.

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