Binck Bank Tour: Weltmeister, Olympiasieger und viele andere Asse

Von: disch
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So wie bei der Eneco-Tour 2010 könnte es auch bei der Binck Bank Tour 2017 in Hillensberg aussehen: Denn die Radrennprofis werden am kommenden Freitag bei der ersten von drei Passagen durch den Selfkant-Ort – noch in der Neutralisation – als geschlossenes Feld erwartet.
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Sprintstar Marcel Kittel war kurzfristig für die Binck Bank Tour 2017 gemeldet worden. Fotos (4): dpa
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Zeitfahrchampion Tony Martin war am Dienstag vom Pech verfolgt. Er stürzte beim Kampf gegen die Uhr.
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Weltmeister Peter Sagan ist bei der Binck Bank Tour dabei. Er gewann am Montag die erste Etappe.
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Olympiasieger Greg Van Avermaet bestreitet auch diesmal wieder die Niederlande-Belgien-Rundfahrt.

Selfkant-Hillensberg. Wenn am Freitag, 11. August, die Binck Bank Tour, die Rundfahrt der Radrennprofis durch Belgien und die Niederlande, dreimal durch den Selfkant-Ort Hillensberg führen wird (laut „Marschtabelle“ gegen 12.42, 14.57 und 15.49 Uhr), dann könnten die Radsportfans am Anstieg auf der Bergstraße – mit geschultem Blick und ein bisschen Glück – den einen oder anderen bekannten Fahrer im Peloton entdecken.

Denn auch in diesem Jahr ist das bis 2016 unter dem Namen Eneco Tour firmierende Rennen mit vielen Stars besetzt: Weltmeister, Olympiasieger und viele andere Asse sind mit von der Partie. Aus dem 176 Fahrer umfassenden Starterfeld stellen wir 20 besonders interessante vor:

Startnummer 1: Sie gebührt dem niederländischen Vorjahressieger Niki Terpstra vom Team Quick-Step Floors.

Startnummer 3: Kurzfristig ist von Quick-Step Floors auch Marcel Kittel nominiert worden. Der Deutsche hatte in diesem Jahr bei der Tour de France gleich fünf Etappensiege errungen, ehe er – im Grünen Trikot des Punktbesten – das Rennen nach einem Sturz aufgeben musste.

Startnummer 4: Der Belgier Philippe Gilbert, der Weltmeister des Jahres 2012, hat im Trikot von Quick-Step Floors in diesem Jahr unter anderem Flandern-Rundfahrt und Amstel Gold Race gewonnen.

Startnummer 11: Der Belgier Tim Wellens vom Team Lotto Soudal war sowohl 2014 als auch 2015 der Gesamtsieger der Eneco Tour.

Startnummer 15: André Greipel (Lotto Soudal) ist einer der erfolgreichsten deutschen Radrennfahrer. Elf Etappensiege bei der Tour de France, sieben beim Giro d‘Italia und fünf bei der Vuelta a Espana stehen für ihn zu Buche. Dreimal war er Deutscher Straßenmeister.

Startnummer 21:Greg Van Avermaet, der belgische Radrennfahrer in Diensten vom BMC Racing Team, wurde bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro als Olympiasieger im Straßenrennen gefeiert. 2017 gewann er das Monument des Radsports Paris-Roubaix sowie weitere Eintagesrennen.

Startnummer 23:Stefan Küng aus der Schweiz hat schon Titel sowohl auf der Bahn (2015: Weltmeister in der Einerverfolgung) als auch auf der Straße (2015: Weltmeister im Mannschaftszeitfahren mit BMC) errungen. Er ist amtierender Schweizer Meister im Einzelzeitfahren. Und er gewann auch das Einzelzeitfahren der Binck Bank Tour am Dienstag über neun Kilometer in Voorburg.

Startnummer 31: Der mehrfache niederländische Meister Lars Boom (Team Lotto NL – Jumbo) war zunächst besonders im Cyclocross erfolgreich (Weltmeister bei Junioren, U23 und Elite), aber auch auf der Straße wurde er Weltmeister (U23-Einzelzeitfahren). 2012 trug er sich in die Siegerliste der Eneco-Tour ein.

Startnummer 32: Der niederländische Sprinter Dylan Groenewegen (Team Lotto NL – Jumbo) errang zwei besonders wichtige Siege ­jeweils hauchdünn vor André Greipel: 2016 bei Rund um Köln und 2017 bei der Abschlussetappe der Tour de France auf den Champs-Élysées.

Startnummer 34: Der wichtigste Erfolg des Niederländers Jos van Emden (Team Lotto NL – Jumbo) war der Etappensieg zum Finale vom Giro d‘Italia in diesem Jahr: Er gewann das Zeitfahren in Mailand. Drei Jahre zuvor hatte er beim Giro im Bergzeitfahren gestoppt, um seiner am Straßenrand stehenden Freundin einen Hochzeitsantrag zu machen – sie nahm an!

Startnummer 41: Tom Dumoulin (Team Sunweb) hat sich in diesem Jahr mit dem ersten Gesamtsieg eines Niederländers beim Giro d‘Italia in der Sportgeschichte seines Heimatlandes einen Platz für die Ewigkeit gesichert. Bereits 2014, 2015 und 2016 war er als niederländischer Radsportler des Jahres geehrt worden – 2017 mit Sicherheit auch.

Startnummer 43: Der deutsche Youngster Phil Bauhaus vom Team Sunweb bestritt mit dem Giro d‘Italia in diesem Jahr seine erste Grand Tour, sprintete dreimal unter die ersten Zehn, leistete viel Arbeit für Tom Dumoulin und stieg schließlich auf der 17. Etappe ermattet aus. Bei der Binck Bank Tour musste er sich bei der ersten Zielankunft dem Weltmeister geschlagen geben: im Foto-Finish.

Startnummer 51: Peter Sagan ist der amtierende Weltmeister. Der Slowake war bei der Tour de France 2017, nachdem er am Vortag in Longwy noch eine Etappe gewonnen hatte, nach einem hart umkämpften Finish in Vittel ausgeschlossen worden – sehr zum Ärger seines Teams Bora – hansgrohe. Bei der Binck Bank Tour feierte er Sprintsiege am Montag in Venray und am Mittwoch in Ardooie.

Startnummer 52: Der polnische Fahrer Maciej Bodnar (Team Bora – hansgrohe) war bei der Tour de France 2017 auf der elften Etappe als Ausreißer kurz vor dem Ziel noch eingefangen worden, doch dann gewann er am vorletzten Tag das letzte Zeitfahren in Marseille.

Startnummer 53: Zu den insgesamt vier deutschen Fahrern im Team Bora – hansgrohe gehört der amtierende Deutsche Meister ­Marcus Burghardt. 2007 hatte er Gent – Wevelgem gewonnen, 2008 eine Etappe bei der Tour de France ... und 2017 die Deutsche Straßenmeisterschaft in Chemnitz.

Startnummer 71: Tony Martin (Team Katusha – Alpecin) ist vierfacher Weltmeister im Einzelzeitfahren (2011, 2012, 2013 und 2016) und dreifacher Weltmeister im Mannschaftszeitfahren (2012, 2013, 2016). Bei der Eneco Tour hatte er 2010 den Gesamtsieg feiern dürfen. Bei der Binck Bank Tour war er im Zeitfahren am Dienstag vom Pech verfolgt: Nach einem Sturz im Regen landete er am Ende mit 40 Sekunden Rückstand nur auf Platz 53.

Startnummer 78: Der Sohn von Sprintlegende Erik Zabel, Rick Zabel, 2012 Deutscher Meister im Straßenrennen der U23, startet ebenfalls für Katusha – Alpecin.

Startnummer 81: Mit dem Italiener Elia Viviani hat das Team Sky einen Olympiasieger in seinen Reihen: 2016 gewann er in Rio Gold auf der Bahn beim Omnium.

Startnummer 121: Der Italiener Enrico Gasparotto vom Team Bahrain – Merida kennt sich gut aus im südlimburgischen Hügelland, gelang ihm doch sowohl 2012 als auch 2016 der Sieg beim Amstel Gold Race.

Startnummer 151:Arnaud Démare (FDJ) ist der amtierende französische Meister. Siegreich bei Vattenfall Cyclassics 2012 und Mailand – Sanremo 2016, sicherte er sich bei der Tour de France in diesem Jahr den Sieg im Massensprint der fünften Etappe, ehe er nach der neunten Etappe wegen Überschreitung des Zeitlimits ausgeschlossen wurde.

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