Bildungskonferenz: Eltern und Schüler sind mit von der Partie

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Schauplatz der sechsten Bildungskonferenz des Kreises Heinsberg war die Realschule Geilenkirchen. Schwerpunktmäßig ging es um den Übergang von Grundschule in Sekundarstufe I.

Kreis Heinsberg. Der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I bildete den thematischen Schwerpunkt bei der sechsten Bildungskonferenz des Kreises Heinsberg. In der Realschule Geilenkirchen trafen sich dazu 130 Vertreter von Schulen, Schulträgern, Schulaufsicht, Kindertagesstätten und weiteren Bildungs-, Erziehungs- und Beratungseinrichtungen. Erstmals nahmen auch Eltern und Schüler teil.

Schuldezernent Franz Josef Dahlmanns übernahm im Auftrag des Landrates Stephan Pusch die Begrüßung: „Schulische Übergänge sind in den letzten Jahren mehr und mehr in den Mittelpunkt schulpolitischen Handelns gerückt.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem wohl am heftigsten diskutierten schulischen Übergang, nämlich dem von der Grundschule in die Sekundarstufe I“, betonte er und wies darauf hin, dass bei diesem Übergang vieles eine Rolle spiele: die soziale Herkunft, der Bildungsstatus der Familie, die Wahrnehmung der Leistungsfähigkeit durch Lehrkräfte und Eltern sowie die erfolgreiche Prognose über Bildungschancen und Lernerfolge. „Durch die wachsende Zahl von schließenden Hauptschulen, die Zunahme von Gesamtschulen, die Zusammenlegung von Schulen, die wachsende Zahl von Flüchtlingskindern und die Inklusion eröffnen sich weitere Arbeitsfelder“, führte Dahlmanns aus.

Christa Kuhle lobte als Vertreterin der Bezirksregierung die Teilnahme von Eltern- und Schülervertretern: „Die Partizipation von Eltern und Schülern ist im Regionalen Bildungsnetzwerk genau richtig angesiedelt, denn wirkungsvolle Beteiligung ist nur möglich, wenn es eine gute Vernetzung und Abstimmung zwischen allen Akteuren gibt“, führte sie aus und hob hervor, dass es bereits gute und wichtige Kooperationen zwischen Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I gebe, die aber oft vom Engagement Einzelner abhängig sei. Kuhle: „Wir können sagen, nach dem heutigen Tag geht die Arbeit zum Thema Primarstufe/Sekundarstufe I erst richtig los!“

Für eine thematische Einführung sorgte Kabarettist Jürgen B. Hausmann, der selbst als Lehrer an einem Würselener Gymnasium tätig war. Er stellte als Lösung für alle Schulprobleme die ideale eine Schule für alle, die „HHS – Heinsberg High School“, vor. „Jeder muss versuchen, seine Intention mit denen der anderen in Einklang zu bringen. Und dabei hilft am besten: miteinander reden“, schlug er zudem vor. „Am besten klappt‘s zum Neuen vom Alten, wenn alle alles gemeinsam gestalten“, schloss er mit seinem Wahlspruch für die Veranstaltung ab.

Unter kollegialer Leitung von Dr. Hildegard Hosterbach (Schulamt) und Helmut Nobis (Amt für Bildung und Kultur) ging die Konferenz zur thematischen Arbeit über.

Helmut Nobis nahm den thematischen Faden der von Ulrike Deußen und ihrem Team vom Regionalen Bildungsbüro organisierten Veranstaltung auf: „Wo kann man unterstützen, wie kann man die Schüler auf die richtige Schulformwahl vorbereiten, um schlimme Folgen wie Schulversagen, falsche Berufswahl etc. zu vermeiden?“

In acht regional ausgerichteten Foren traten die Teilnehmer dieser Bildungskonferenz in einen Austausch untereinander und arbeiteten die Themen miteinander weiter auf. Die Ergebnisse wurden schließlich vorgestellt und werden nun vom Regionalen Bildungsbüro ausgewertet, um konkrete Maßnahmen folgen zu lassen.

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