Bildhauer Gereon Krebber stellt beim Kunstverein aus

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Kreis Heinsberg. Beim Kunstverein Region Heinsberg in Unterbruch (Horster Hof) wird am Sonntag, 25.April, um 11.30 Uhr eine Ausstellung mit Arbeiten des in Köln lebenden und arbeitenden Künstlers Gereon Krebber eröffnet.

„Alles fließt, manches hakt” lautet der Titel der Präsentation von Skulptur und Installation. Die Ausstellung läuft bis zum 16.Mai, also auch zur Kunsttour in der Freizeit-Region Heinsberg am Sonntag, 2.Mai. Die Öffnungszeiten vom Kunstverein: sonntags von 11 bis 17 Uhr und freitags von 15 bis 18 Uhr.

Der Bildhauer Gereon Krebber, 1973 in Oberhausen geboren, studierte von 1994 bis 2000 an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Tony Cragg und Hubert Kiecol, anschließend am Royal College of Art in London. Er wurde unter anderem mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2009 ausgezeichnet. Zurzeit ist er Stipendiat des Wilhelm-Lehmbruck-Museums Duisburg.

Gereon Krebber arbeitet mit Alltagsobjekten, Produkten aus unterschiedlichen Materialien, indem er sie zu widersprüchlichen Verbindungen verknüpft und ungewöhnlichen Größenverhältnissen, verschränkt mit der Architektur des Raumes. Gewohnte Bedeutungsinhalte werden in Frage gestellt, neue Gestaltungsmöglichkeiten und neue Sinnbezüge geschaffen.

Er liebt „banale Materialien und Themen”, so Krebber. Banale Titel lassen auf ihre Form schließen, so zum Beispiel Wurm, Wolke und Schlund. Seine Arbeiten zielen auf die Ambivalenz: alltägliches Material und dennoch ungewohnt. Das Auge kippt zwischen Gegensätzen. Alltägliche Werkstoffe der organischen und anorganischen Chemie wie Gelatine aus Tierknochen, Frischhaltefolie, Luftballons, Klebeband oder Aluminiumfolie werden in formschöne Kunstobjekte verwandelt.

Krebbers künstlerisches Interesse ist die formale Logik seiner Materialien, ihre räumliche Qualität und ihre Oberflächenbeschaffenheit. Durch Einbezug der Architektur des Raumes werden seine Arbeiten zu skulpturalen Rauminterventionen in künstlerischer Inszenierung. Für den zentralen Ausstellungsraum in Unterbruch hat der Künstler ein Wandobjekt geplant: zentral im Luftraum, oben am Balken befestigt und herunterhängend, eine aktuelle Arbeit aus zerschmolzenem Paketklebeband, Lack und Dachlatten aus Holz - Surrogate HBG1 (Fünfeck gelb).

Im hinteren Raum wird ein verbranntes Rednerpult stehen, klein und aus Holz, mit dem Titel „Gut zuhören”; daneben eine Wandarbeit aus zerschmolzenem Klebeband. Unter der Treppe wird eine Arbeit aus Metallhängern, Klebeband und Kabelbindern präsentiert. Im Grafikraum oben sind Wandarbeiten aus zerschmolzenem Klebeband zu sehen, auf der Terrasse eine Arbeit aus Beton, in der sich Wasser sammelt.

Gereon Krebber erklärte: „Ich bin fasziniert von Aggregaten, Intermateriellem und zwiespältigen Präsenzen - da, wo das eine das andere zu werden scheint, wo sich Übergänge verfangen und Erfahrungsmomente verflüchtigen, wo Kippmomente gefrieren, Oberflächen irisieren und sich das Zwischendrin überraschend zur Form verdichtet. Gerne mit allem, was Küchenschubladen, Bastelkeller und Freuden der ausdifferenzierten Produktpalette so hergeben - es lebe die Multivalenz.”
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