Biber an der Rur: Bäume erhalten Schutzmäntel

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Biber
Der vor 130 Jahren in Nordrhein-Westfalen ausgerottete Biber ist wieder da. Über 250 Tiere leben an Gewässern in der Eifel und im Kreis Wesel. Foto: dpa

Kreis Heinsberg. An der Rur im Kreis Heinsberg sind Biber wieder heimisch geworden. Spuren ihrer Aktivität finden sich überall, auch dort, wo sie unerwünscht ist. Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) schützt nun gezielt Bäume.

Der Biber ist ein geschütztes Tier, das früher auch an der Rur ansässig war und wegen übermäßiger Bejagung verschwand. Inzwischen ist das Tier aber dabei, ehemalige Lebensräume zurückzuerobern. Gefällte Bäume an Gewässerläufen zeugen von der Tätigkeit der Nagetiere. Nicht überall jedoch ist diese erwünscht. Umstürzende Bäume an Radwegen etwa stellen eine Gefährdung für Spaziergänger und Radfahrer dar.

Und manche Baumbestände sind um ihrer selbst willen erhaltenswert. Deshalb hat sich der WVER zu Schutzmaßnahmen entschlossen, die die Nagetätigkeit der Biber an bestimmten Stellen erschweren. Dabei geht es laut Verband nicht um eine generelle Vergrämung der Tiere. Diese wäre nicht zulässig. Neben den zu schützenden Bäumen bleiben den Nagern noch genügend andere Stellen, an denen sie ihre Zähne zum Einsatz bringen können.

Der WVER wendet zwei Schutzstrategien an. Größere Bäume werden ab dem Erdboden bis auf eine Höhe von einem Meter mit Stahlmatten (Estrichmatten) umgeben, die schadlos mit Krampen am Stamm befestigt werden können. Jüngere Bäume erhalten einen weißen Schutzanstrich, ebenfalls auf eine Höhe bis zu einem Meter. Der Anstrich enthält Quarzsand, der für die Biber unangenehm ist. Diese Bäume werden von den Tieren dann gemieden.
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