Bezirksausschuss will Gedenktafel für Wilhelm Granderath

Von: dn
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An Wilhelm Granderath soll eine Tafel am alten Bürgermeisteramt in Lövenich erinnern. Repro: Dahmen

Erkelenz-Lövenich. Der Name Wilhelm Granderath ist eng mit den Ortschaften Lövenich, Katzem und Kleinbouslar verbunden, die einst die Gemeinde Lövenich bildeten. Er war der letzte amtierende Bürgermeister der Gemeinde, die mit der kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1972 in die Stadt Erkelenz überging.

Als er am 5. Juli 1975 im Alter von 63 Jahren verstarb, hinterließ er eine Lücke. Nicht nur als Kommunalpolitiker, sondern auch als ein Mensch der Gemeinschaft.

Zu seinem Gedenken hatte der Bezirksausschuss (BZA) angeregt, eine Gedenktafel zu erstellen und sie am alten Bürgermeisteramt anzubringen. Bei den jüngsten Beratungen gab die Ausschussvorsitzende Christel Honold-Ziegahn die Stellungnahme der Verwaltung bekannt. Ein Modellentwurf wurde auf Veranlassung der Verwaltung über Vermittlung des Geschäftsführers Theo Görtz des Heimatvereins erstellt und dem BZA übergeben.

Darin heißt es: „Das alte Bürgermeisteramt Lövenich und der letzte Bürgermeister. Von 1816 bis 1971 gab es die selbständige Gemeinde Lövenich mit den Ortschaften Lövenich, Katzem und Kleinbouslar sowie den umliegenden Höfen. Im alten Bürgermeisteramt (erbaut 1731) hatte der Bürgermeister ab 1861 seinen Dienstsitz und tagte bis 1971 der Gemeinderat.

Die Gemeinde Lövenich mit 3333 Einwohnern wurde bei der kommunalen Neugliederung 1972 der Stadt Erkelenz zugeordnet und bildet jetzt einen der neuen Stadtbezirke. Letzter Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Lövenich war der Kaufmann Wilhelm Granderath (1911 bis 1975), der dieses Amt von 1967 bis 1971 bekleidete. Eine Stichstraße in Lövenich trägt seinen Namen. Sein Landmaschinenbetrieb wurde später von der Stadt Erkelenz erworben und 1994 zum Feuerwehrmuseum umgebaut.”

Zum Tod von Wilhelm Granderath vermerkt die Dorfchronik: „Der Verstorbene, der seit Jahrzehnten dem großen Landmaschinen- und Reparaturbetrieb vorstand, war der ländlichen Bevölkerung in weitestem Sinne über die Lövenicher Heimatgrenze hinaus bekannt. Besondere Aktivität entwickelte der Gemeinschaftsmensch Wilhelm Granderath im Gemeinschaftsleben seiner Heimatgemeinde Lövenich und im ehemaligen Kreis Erkelenz.

16 Jahre war er Bürgermeister der Gemeinde Lövenich. Jahrzehnte leitete er die Geschicke des STV Lövenich und war dessen größter Mäzen, denn was Granderath unter anderem an Diäten als Amtsbürgermeister von Baal erhielt, steckte er still und unbeobachtet uneigennützig in die Kasse seines Sportvereins.

Sein erfolgreiches Wirken auf kommunaler Ebene fand zugleich aktiven Ausdruck beim Mitwirken im Kreistag des alten Kreises Erkelenz. Der Bundespräsident verlieh ihm deswegen schon 1971 das Bundesverdienstkreuz. Zur Begründung hieß es: „Der einfache, indessen bescheidene und zielbewusste Wilhelm Granderath hat sich um Lövenich verdient gemacht. Er sicherte seinen vielen Mitarbeitern stabile Arbeitsplätze, er verzehrte sich im Dienst an der Allgemeinheit.”

Für die Finanzierung der Gedenktafel von rund 710 Euro stehen im Etat der Stadt keine Mittel zur Verfügung. Deshalb fasste der BZA einstimmig den Beschluss, den Antrag der Finanzierung an den Heimatverein der Erkelenzer Lande zu stellen.
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