Kreis Heinsberg - Betroffenheit bei Frauen-Union: „Paris ist eigentlich überall“

Betroffenheit bei Frauen-Union: „Paris ist eigentlich überall“

Von: anna
Letzte Aktualisierung:
9282105.jpg
Der geschäftsführende Vorstand der Frauen-Union im CDU-Kreisverband Heinsberg – mit der Vorsitzenden Karin Mainka, der Pressesprecherin Dagmar Ohlenforst, der stellvertretenden Vorsitzenden Marlis Tings und Schatzmeisterin Ria Lanninger (im Vordergrund, von links nach rechts) – freuten sich über viele Teilnehmer beim Neujahrsempfang der FU im Heinrich-Köppler-Haus in Heinsberg.

Kreis Heinsberg. Über Besuch aus den Städten und Gemeinden, aber auch aus der Landes- und Bundespolitik freuten sich die Damen der Frauen-Union im CDU-Kreisverband bei ihrem Neujahrsempfang im Heinrich-Köppler-Haus in Heinsberg.

So hieß die Vorsitzende Karin Mainka – neben dem Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers und anderen – auch den Kreisvorsitzenden der CDU und Landtagsabgeordneten Bernd Krückel willkommen.

Neben Gesundheit, die sie normalerweise wünsche, liege ihr in diesem Jahr der Wunsch nach Frieden am Herzen, „Frieden in unserem Land, in unseren Nachbarländern und überall“. Ihren Wunsch nach Frieden verbunden mit Meinungs- und Pressefreiheit verknüpfte die Vorsitzende mit Erinnerungen an die Geschehnisse von Paris mit dem Attentat auf die Redaktion der Zeitschrift „Charlie Hebdo“. „Paris ist nicht weit weg, wie einige meinen. Paris ist eigentlich überall“, so Mainka.

Den Beginn der Grünen Woche nahm sie zum Anlass, zu Wachsamkeit mit Blick auf Entwicklungen in der Landwirtschaft auch in der hiesigen Region aufzurufen. In Berlin habe es zur Eröffnung der Messe Proteste gegeben gegen Massentierhaltung, Gentechnik und das Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada. „Kleine landwirtschaftliche Betriebe beziehungsweise Familienbetriebe haben Angst um ihre Existenz“, erklärte sie.

Schließlich monierte die Vorsitzende die niedrige Quote von Frauen in politischen Gremien. Die vor zweieinhalb Montaen gestorbene Mitbegründerin der Frauen-Union im Kreis Heinsberg, Rosa Maria Wolter, habe sich stets dafür eingesetzt, dass Frauen im Kreistag beziehungsweise in den Stadt- und Gemeinderäten vertreten gewesen seien. „Ein Problem, dass es zu ihrer Zeit schon gab und an dem sich bis heute leider nicht viel geändert hat“, stellte Mainka fest. Obwohl sich die Frauen im vergangenen Jahr tatkräftig in den Wahlkampf eingebracht hätten, sei der Frauenanteil im Kreistag sogar rückläufig.

Von den 29 Abgeordneten der CDU sei nur eine Frau direkt gewählt worden und eine über die Reserveliste nachgerückt. Der Anteil der Frauen liege bei sieben Prozent. In den Städten und Gemeinden sehe es nicht viel anders aus“, so Mainka weiter. Von insgesamt 192 Abgeordneten seien gerade mal 21 Frauen, also elf Prozent. „Das heißt für die Frauen-Union, wir haben wieder viel Überzeugungsarbeit zu leisten.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert