Heinsberg - Besonderer Zug macht Station in Heinsberg

Besonderer Zug macht Station in Heinsberg

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Der Zug der Erinnerung - das Archivbild zeigt ihn auf dem Bahnhof Oranienburg (Oberhavel) in Brandenburg - kommt am Mittwoch nach Heinsberg. Foto: ddp

Heinsberg. Die Arbeiten an der Bahnstrecke und an den Haltepunkten sind im Gange, denn ein besonderer Zug hält am 23. und 24. März in Heinsberg und am 25. und 26. März in Geilenkirchen.

Der Zug der Erinnerung ist ein in Deutschland einmaliges Ausstellungsprojekt. Der Zug besteht aus mehreren Waggons, in denen die Geschichte der Deportationen in beispielhaften Biografien nacherzählt wird. Statt entsetzlicher Bilder zeigt die Ausstellung Andenken, die aus Familienalben stammen könnten.

Mit der Deportation von über einer Million Kinder hat Nazi-Deutschland das Tabu des Kindermordes gebrochen. Mit dem Zug der Erinnerung soll im Rahmen des Gedenkens an die Kinderschicksale gegen Triebfedern der Verfolgung wie Rassismus, Antisemitismus und extreme Ideologien deutlich Stellung bezogen werden.

Zu sehen ist in den Waggons die allgemeine Ausstellung zur Deportation von Kindern und Jugendlichen in Konzentrations- und Vernichtungslager, darüber hinaus wird ergänzend die von der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg konzipierte Ausstellung „Nationalsozialismus im Kreis Heinsberg” gezeigt.

In Heinsberg, wo der Zug am Kreishaus Station macht, ist die Ausstellung am Mittwoch, 23. März, von 10.30 bis 20 Uhr und am Donnerstag, 24. März, von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Bis 16 Uhr ist die Ausstellung unter pädagogischer Führung Schülergruppen vorbehalten, die von dem Angebot reichlich Gebrauch gemacht und sich angemeldet haben. Von 16 bis 20 Uhr ist der Zug der Erinnerung an beiden Tagen der interessierten Bevölkerung zugänglich.

Zum Aufenthalt des Zuges der Erinnerung findet am Mittwoch, 23. März, um 9 Uhr eine Eröffnungsveranstaltung im großen Sitzungssaal des Kreishauses in Heinsberg an der Valkenburger Straße statt. Es sprechen Landrat Stephan Pusch, Regionaldekan Gottfried M. Graaff, Superintendent Jens Sannig und Christian Ehlers vom Bündnis gegen Rechts. Die musikalische Gestaltung übernehmen Schülerinnen und Schüler des Kreisgymnasiums Heinsberg unter Leitung von Susanna Schael.

Am Mittwoch, 23. März, findet um 19.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Kreishauses ein Vortrag statt. Auf Einladung der Anton-Heinen-Volkshochschule spricht der Historiker Harry Seipolt zum Thema „Zwangssterilisation und NS-Euthanasie im Kreis Heinsberg 1933 - 1945”. Am Donnerstag, 24. März, um 16.30 Uhr veranstaltet das Katholische Forum für Erwachsenen- und Familienbildung im Zug der Erinnerung und im kleinen Sitzungssaal unter dem Titel „Nachbarskinder” eine Spurensuche mit einem Zeitzeugen.

Am gleichen Tag um 18.30 Uhr beschäftigen sich die Schulabschlusskurse des Zweiten Bildungsweges der Anton-Heinen-Volkshochschule im Rahmen eines Projektunterrichts mit dem Ausstellungsthema.
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