Berufskolleg: Handwerk präsentiert sich mit breiter Palette

Von: gs
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Fleißig gebaut wurde auch beim Berufsinformationstag der Berufskollegs in Geilenkirchen: Peter Deckers (l.), Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, zeigte sich beeindruckt. Foto: Georg Schmitz
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Das Bäcker-Handwerk in der Praxis demonstrierte auch Innungsobermeister Edwin Mönius. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. Rund 2000 junge Menschen, die zum Teil in Begleitung ihrer Eltern gekommen waren, nutzten einen Tag der Offenen Tür, um sich in den beiden Berufskollegs Wirtschaft sowie Ernährung – Sozialwesen – Technik des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen über die große Vielfalt der Angebote zu informieren.

In diesem Jahr hatte sich erstmals die Kreishandwerkerschaft mit ihren Innungen angeschlossen, was diesen Informationstag für die Berufssuchende Jugend besonders attraktiv machte. Parallel dazu wurden Führungen angeboten und ein Blick in den Unterrichtsalltag der Schulen ermöglicht.

Das Berufskolleg Wirtschaft hatte seinen Schwerpunkt dem Informationsbedarf in Bezug auf Handelsschule, Höhere Handelsschule und Wirtschaftsgymnasium angepasst. Die Unterrichtseinheiten umfassen neben dem kaufmännischen Bereich und ­einer Vielzahl von Bildungsgängen auch die Sprachangebote Französisch, Spanisch und Niederländisch.

„Ab dem zweiten Halbjahr bieten wir für junge Menschen ohne Schulabschluss auch den Hauptabschluss an“, nannte BKW-Schulleiterin Gabriele Kaspers eine Neuerung. Um zielgerichtet die berufliche Zukunft der Schüler angehen zu können, stehe die Beratung ganz oben an. „Dabei filtern wir heraus, wo die Stärken jedes Einzelnen liegen“, so Kaspers weiter.

Beratung kommt nicht zu kurz

Die Beratung kommt natürlich auch nebenan im Berufskolleg EST nicht zu kurz. Schulleiter Rolf-Dieter Crott zeigte sich erfreut über die Vielzahl von Innungsbetrieben, die sich erstmals dort in der Praxis vorstellten. Über das ganze Areal im Innen- und Außenbereich verteilt, gewährten Bäcker, Fleischer, Friseure, Tischler, Maler und Lackierer, Straßenbauer sowie das Elektro- und das Metallhandwerk und das Baugewerbe Einblicke in den beruflichen Alltag.

So konnten Interessierte beispielsweise den Maurern beim „Hausbau“, den Tischlern und Zimmerern beim Bearbeiten von Holz oder den ­Bäckern bei der Produktion von Formgebäck zuschauen.

Warum das Handwerk diesen großen Aufwand betrieb, erläuterte der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dr. Michael Vondenhoff: „Ziel ist es, die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks zu untermauern und junge Leute in naher Zukunft für ein Praktikum oder eine Lehrstelle in einem Handwerksbetrieb zu begeistern.“

Dieser Meinung ist auch Peter Deckers, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, der den Berufskollegs beim Infotag ebenfalls einen Besuch abstattete.

Der Obermeister der Bäcker-­Innung, Edwin Mönius, stellte gerade einige frische Zöpfe her. „Es sieht aktuell nicht gut um den ­Bäcker-Nachwuchs aus. Da müssen wir mit Aktionen wie hier im Berufskolleg gegensteuern,“ berichtete er sorgenvoll.

Auch die anderen teilnehmenden Betriebe warben an diesem Tag um Auszubildende, während in beiden Berufskollegs auch schon fleißig Anmeldungen für die verschiedenen Bildungsgänge entgegengenommen wurden.

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