Berufskolleg Erkelenz ist und bleibt größte Schule

Von: disch
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Kreis Heinsberg. „Größte Schule des Kreises Heinsberg und im Kreis Heinsberg ist und bleibt das Berufskolleg Erkelenz mit derzeit 2595 Schülerinnen und Schülern.“

Dies verkündete Dezernent Franz Josef Dahlmanns, als er in der jüngsten Sitzung vom Kreis-Schulausschuss die Schulstatistik für das Schuljahr 2015/2016 präsentierte.

Die Schulstatistik basiert auf den von den Schulen dem Land im Oktober 2015 zu meldenden Schülerzahlen, die vom NRW-Schulministerium im Frühjahr des Folgejahres zur Verfügung gestellt werden. Auf einige „bemerkenswerte Entwicklungen“ wies Dahlmanns besonders hin: Nach der langfristigen Schülerzahlenentwicklung aller Schulen im Kreis Heinsberg besuchen im laufenden Schuljahr insgesamt 33 850 Schülerinnen und Schüler Schulen im Kreis Heinsberg; dies entspreche einem Rückgang der Schülerzahlen um circa 20 Prozent in den letzten zehn Jahren.

In der Summe seien 583 Schülerinnen und Schüler weniger als im Vorjahresschuljahr zu verzeichnen, so Dahlmanns weiter. Dies sei ein Rückgang um 1,7 Prozent (Vorjahr 1,8 Prozent).

Die Entwicklung im Vergleich zum letzten Jahr stellt sich je nach Schulform so dar: Während die Schülerzahl bei den Gesamtschulen um circa 6,0 Prozent gestiegen ist, sank sie bei allen anderen Schulformen teilweise erheblich, zum Beispiel bei den Förderschulen um circa 10,6 Prozent, bei den Realschulen um circa 6,5 Prozent und bei den Hauptschulen um circa 11,3 Prozent. Bei den Grundschulen betrug der Rückgang circa 1,8 Prozent. Bei den Gymnasien ist ein Rückgang der Schülerzahl von circa 2,2 Prozent zu verzeichnen und bei der Sekundarschule um 7,1 Prozent.

„Für den Schulausschuss des Kreises ist sicherlich die Entwicklung der Schülerzahlen der Schulen in Kreis-Trägerschaft, für die er zuständig ist, von besonderer Bedeutung“, sagte Dahlmanns. Beim Kreisgymnasium sind laut offizieller Statistik 27 Schülerinnen und Schüler weniger als im Vorjahr zuverzeichnen (1080). Die Schülerzahl bei der Rurtal-Schule stieg um 13 auf 263. Die Schülerzahl sank bei der Janusz-Korczak-Schule um 30 auf 90 und bei der Gebruder-Grimm-Schule um 15 auf 60 Schülerinnen und Schüler.

An der zu Schuljahresbeginn in die Trägerschaft des Kreises übergangenen Mercator-Schule / Don-Bosco-Schule werden 184 Schülerinnen und Schüler beschult. Die Schülerzahl beider Schulen lag im Vorjahr bei insgesamt 209; sie sank somit um 25. An den drei Berufskollegs des Kreises Heinsberg sind die Schülerzahlen insgesamt um 130 gestiegen: Berufskolleg Erkelenz (plus 112 auf 2595), Berufskolleg Wirtschaft in Geilenkirchen (plus 64 auf 1554), Berufskolleg Ernährung – Sozialwesen – Technik (minus 46 auf 2220).

Die Zahl der an den kreiseigenen Schulen beschulten Schülerinnen und Schüler hat sich von 7791 im Schuljahr 2014/2015 auf 8046 im Schuljahr 2015/2016 – also um insgesamt 255 oder 3,3 Prozent – erhöht. Dies sei natürlich überwiegend auf die Übernahme der Schulträgerschaft der Mercator-Schule / Don-Bosco-Schule zurückzuführen, erklärte Dahlmanns im Ausschuss.

Bildungsoffensive gegen extreme Parteien

„Auch im siebten Jahr der Förderung fanden vielfältige Aktivitaten im Sinne der politischen Bildungsoffensive gegen extreme Parteien statt“, berichtete Dezernent Franz Josef Dahlmanns im Schulausschuss. Die zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel in Höhe von 25.000 Euro konnten nahezu vollständig ausgeschöpft werden.

Die Anton-Heinen-Volkshochschule hat im Rahmen ihres Weiterbildungsprogramms Maßnahmen im Sinne der Bildungsoffensive fortgeführt und ausgebaut (zum Beispiel mit einer Gesprächsrunde mit Zeitzeugen von Judenverfolgung und ­Nazi-Henschaft). Unter anderem gab es auch ein Konzert „Jüdisch-islamischer Dialog“ und eine Studienfahrt zur ehemaligen NS-Ordensburg ­Vogelsang.

Darüber hinaus wurden eine von der Stadt Hückelhoven organisierte interkulturelle Woche sowie eine vom Büro der Regionaldekane organisierte Gedenkstättenfahrt nach München finanziell gefördert.

Kreisweit beteiligten sich neun Schulen verschiedener Schulformen an der politischen Bildungsoffensive – mit insgesamt 19 Maßnahmen. Das Jugendamt des Kreises war mit dem Themenschwerpunkt „Theaterstücke gegen Rechts“ aktiv.

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