Kreis Heinsberg - Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen feiert Jubiläum

Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen feiert Jubiläum

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Sie feierten mit das 20-jährige Bestehen der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen: ­Leiterin Brigitte Hoevel-Haberland, Ehrenamtlerin Bettina Sieben, Gottfried Küppers, Geschäftsführer des Caritasverbandes, Praktikantin Yvonne Vaehsen und Nina Keirat von der Kontakt- und Beratungsstelle (v. l. n. r.).

Kreis Heinsberg. Stellwände mit vielen Fotos von Ausflügen, Veranstaltungen und Weihnachtsfeiern sowie zu Daten, Zahlen und Fakten machten deutlich, dass in der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen Treffpunkt in Erkelenz ein ganz besonderes Ereignis gefeiert wurde.

Die Einrichtung des Caritasverbandes für die Region Heinsberg beging ihr 20-jähriges Bestehen. Viele Besucher fanden sich deshalb ein, um bei Kaffee und Kuchen ein paar gesellige Stunden zu verleben.

Begrüßt wurden die Besucher und Gäste von Leiterin Brigitte Hoevel-Haberland, die die 20 Jahre gemeinsam mit Ehrenamtlerin Bettina Sieben Revue passieren ließ. Auch wenn vieles passiert sei und sich vieles geändert habe, so sei die Grundhaltung immer gleich geblieben, sagte Hoevel-Haberland.

Jedem Menschen werde würdevoll und mit Respekt begegnet. Die Besucher würden sich für- und miteinander engagieren und ihre eigenen Fähigkeiten einbringen. Somit seien Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Demokratie in der Kontakt- und Beratungsstelle gelebte Realität jeden Tag bis heute, so Hoevel-Haberland.

Die beiden Rednerinnen nannten Zahlen und Fakten. So lernten bis heute elf Praktikanten die Arbeit in der Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) kennen. Zehn Kollegen waren tätig in der KBS, fünf im Knopfloch, dem Second-Hand-Laden der KBS. Es gab 1584 Frühstückstreffen, 19 Jahresausflüge, 20 Weihnachtsfeiern, 168 Sonntagstreffen und neun Neujahrsempfänge.

Insgesamt wurden 240 Monatsprogramme erstellt und verschickt sowie ungezählte Beratungen und Gespräche geführt. Zirka 70 Personen besuchen in einem Monat die KBS, und zirka 60 verschiedene Ehrenamtliche waren im Knopfloch und Fundus tätig. Derzeit sind 35 Ehrenamtliche in der KBS, dem Knopfloch und dem Fundus aktiv.

Ihnen allen dankte Gottfried Küppers, Geschäftsführer des Caritasverbandes. Mit der Eröffnung der KBS in Erkelenz im Jahr 1995 sei ein weiterer Baustein des Sozialpsychiatrischen Zentrums (SPZ) im Kreis Heinsberg gelegt worden, erklärte er. Das SPZ bestehe heute aus den drei Kontakt- und Beratungsstellen Heinsberg, Erkelenz und Übach-Palenberg, dem Ambulanten Betreuten Wohnen, der Tagesstätte und dem Integrationsfachdienst.

Die KBS Erkelenz habe viele Veränderungen im Laufe der Zeit erfahren. So sei man von der Brückstraße auf die Roermonder Straße gezogen. Der Name Treffpunkt sei jedoch geblieben und zum Programm für alle drei Kontakt- und Beratungsstellen geworden. „Immer schon war die Arbeit der Kontakt- und Beratungsstelle geprägt von Innen- und Außenaktivitäten“, so Küppers.

Psychisch kranke Menschen sollten am Leben in der Gesellschaft teilhaben. Deshalb sei in Erkelenz das Knopfloch ins Leben gerufen worden. Der Hintergrund sei gewesen, eine sinnstiftende Beschäftigung für Menschen, die aufgrund ihrer Krankheit es auf dem Arbeitsmarkt eher schwer hätten, anzubieten. „Es freut mich zu sehen, dass die Besucher sich dort so aktiv engagieren“, betonte Küppers.

Dieses Angebot sei eine Bereicherung der Arbeit der KBS und für die Besucher, aber auch für die Menschen, die dort günstig einkaufen könnten. Maßgeblichen Anteil am Aufbau und der Etablierung der KBS Erkelenz habe Brigitte Hoevel-Haberland. Sie habe die Einrichtung geprägt. Mit Nina Keirat stehe ihr heute eine weitere sehr gut ausgebildete und in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen sehr erfahrene Kollegin zur Seite.

Mit viel Fach- und Sachverstand sowie Herz und Humor, immer die Bedürfnisse der Besucher und ehrenamtlichen Kollegen im Blick, würden sie ihre Arbeit verrichten, so Küppers.

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