Kreis Heinsberg - Beratung rund um Pflege möglichst quartiersnah

Beratung rund um Pflege möglichst quartiersnah

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Die Pflegeberatungsstelle des Kreises Heinsberg, die nach eigenen Angaben „unabhängig und neutral“ berät, genießt einen guten Ruf. Zu erreichen ist im Heinsberger Kreishaus. Dort hat sie von montags bis freitags täglich vormittags ihre Sprechzeiten und bietet darüber hinaus auch persönliche Beratung nach Absprache an.

Jetzt ist sie aber auch erstmals mit regelmäßigen Sprechzeiten vor Ort im Kreisgebiet präsent, wie Volkhard Dörr von der Stabsstelle Demografischer Wandel und Sozialplanung im Ausschuss für Gesundheit und Soziales berichtete. Dann ist die trägerunabhängige Beratungsstelle donnerstags vormittags mitten in der Geilenkirchener Innenstadt zu finden: im Pflegeberatungsbüro der Franziskusheim gGmbH an der Herzog-Wilhelm-Straße 1.

Genau an diesem gewählten Ort entzündete sich im Ausschuss eine Debatte. Warum gerade da, fragte Karl-Heinz Röhrich (SPD), das sei nicht neutral. Solche Sprechstunden sollten doch besser in Rathäusern der Kommunen stattfinden. Dies sei bei der Stadt Geilenkirchen aus Platzgründen nicht machbar gewesen, entgegnete Dörr. Ohne Kritik an der Franziskusheim gGmbH üben zu wollen, empfand auch Jürgen Plein (SPD) mit Blick auf die Sprechstunden ausgerechnet in diesem Büro einen „Beigeschmack“, Es gebe doch noch andere Örtlichkeiten, die vielleicht in Betracht kämen, wie Krankenhaus oder Bürgertreff.

Dr. Christiane Leonards-Schippers (CDU) entgegnete den Sozialdemokraten, sie sollten nicht päpstlicher sein als der Papst. Man könne den jetzt eingeschlagenen Wg in Geilenkirchen „ruhig mal ausprobieren“. Auch Dörr sprach im Ausschuss davon, dass es darum gehe, Erfahrungen zu sammeln, schließlich solle Pflegeberatung zukünftig möglichst quartiersnah erfolgen. Und in Geilenkirchen-Bauchem finde derzeit „Quartiersentwicklung par excellence“ statt. Da sei das Angebot, in solch zentraler Lage in der Innenstadt von Geilenkirchen Beratung anbieten zu können, gerade recht gekommen. Die Pflegeberatung des Kreises werde auch in diesem Büro mit dem gewohnten Qualitätsstandard völlig trägerunabhängig und neutral agieren, betonte er; dies werde mit einem Roll-Up und einem Plakat auch sichtbar gemacht.

In der Pflegeberatung des Kreises, die als Ziele verfolgt, dass Pflegebedürftige so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung leben können und pflegende Angehörige unterstützt werden, bahnt sich ohnehin ein grundlegender Wandel an, wenn der Kreis – wie angestrebt – beim Projekt „Modellkommune Pflege“ zum Zuge kommen sollte, einem Modellvorhaben zur Beratung von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen.

Dann könnte mit Hilfe einer Förderung eine neue einheitliche Beratungsstruktur – qualitätsvoll und quartiersnah – aufgebaut werden. Bis Ende 2017 soll das Landesgesetz vorliegen. Nach Bewerbungsfrist (Mai 2018) und Zuschlag (Juli 2018) könnte 2019, vielleicht aber auch erst 2020 der Projektstart erfolgen.

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