Beirat für Senioren und Generationenfragen wird gegründet

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Kreis Heinsberg. Zu den Beschlüssen, die der Kreistag in der letzten Sitzung dieser Wahlperiode einstimmig - nach entsprechenden Empfehlungen von Ausschuss für Gesundheit und Soziales sowie vom Kreisausschuss - gefasst hat, gehörte das Votum zur Gründung eines Beirates für Senioren und Generationenfragen.

Heinz-Peter Benetreu aus Heinsberg, Vorsitzender des Katholischen Altenwerkes im Bistum Aachen sowie Vorstandsmitglied des Vereins Senioren aktiv und der Senioreninitiativen im Kreis Heinsberg, erklärte dazu, dem Kreistag gelte „ein herzliches Dankeschön für die kluge Entscheidung”.

Benetreu weiter: „Der Ruhestand wird für viele Menschen, die in Rente oder in Pension sind, nicht selten der Unruhestand genannt. Dieser oft anzutreffende Zustand nimmt aufgrund der steigenden Lebenserwartung einen immer größeren Zeitraum ein. In dieser Zeit ist es sehr sinnvoll, wenn sich Senioren mit ihrer eigenen Biografie, ihrer umfassenden und reichen Berufs- und Lebenserfahrung sowie mit ihrer großen Motivation in die aktuelle Politikgestaltung einbringen.

Der Seniorenbeirat auf Kreisebene wird nicht nur Lobby für die ältere Generation betreiben. Er wird sich auch den generationenübergreifenden Fragen annehmen. Der mit jungen und älteren Menschen besetzte Beirat ermöglicht die aktive Beteiligung der Älteren in Zusammenarbeit mit der jüngeren Generation.” Eine gleiche Vorgehensweise wäre nach Benetreus Ansicht für die Städte und Gemeinden ebenfalls angebracht.

Ältere Menschen wollten nicht nur als Empfänger von Renten- und Pensionsleistungen verstanden werden, sondern als aktive Staatsbürger, so Benetreu. Sie leisteten noch einen großen Beitrag in der Familie, im Vereinswesen, in Kirche und Gesellschaft. Die ältere Generation könne und wolle ihre Heimat, ihr Wohnumfeld mit guten Ideen, mit umfangreichen Erkenntnissen, mit Freiheit und Spontanität mitgestalten. Diese Menschen seien zu generationsübergreifenden Tätigkeiten und zur Verantwortung bereit. „Bei diesem Vorhaben sollten wir die ältere Generation mit Tatkraft unterstützen”, so Benetreu.

In der sich immer rascher entwickelnden Gesellschaft müssten sich nicht nur jüngere, sondern auch ältere Menschen ständig neues Wissen aneignen. Dies sei wichtig, wenn sie sich weiter aktiv an der Gestaltung der Gesellschaft beteiligen wollten. So könnten sie ihre Allgemeinbildung erweitern, Spezialkenntnisse auffrischen und sich geistig fit halten. Der Einfluss auf Politikgestaltung, die damit verbundene soziale Teilhabe und die Gefühle der Zugehörigkeit zur Gesellschaft insgesamt hätten riesigen Einfluss auf Lebensqualität und Lebensfreude im Alter.

„Gott sei Dank”, so Benetreu, „dass es die leistungsbereiten Alten gibt”, die berechtigterweise Mitbestimmung fordern würden und zudem auch bereit seien, Verantwortung zu übernehmen.
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