Beim Thema „Jugend” besteht Handlungsbedarf

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Wegberg. Der Tätigkeitsbericht der Wegberger Sozialarbeiterin Birgit Froitzik führte den Mitgliedern des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport drastisch vor Augen, wo es in Wegberg Handlungsbedarf gibt: bei der Jugend.

Und das nicht erst seit gestern, denn die Liberalen hatten schon vor einiger Zeit die Anstellung eines Streetworkers gefordert, der Froitzik in ihrer Arbeit unterstützt. Dies wusste auch Bürgermeister Reinhold Pillich, der betonte, dass die Probleme nicht neu seien. Neu sei jedoch, dass „die Stadtverwaltung jetzt offensiv damit umgeht”. Daher werde auch beabsichtigt, in einem ersten Schritt Froitziks Wochenstundenzahl von 34 auf 39 Stunden zu erhöhen.

Sicherlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber ein richtiges Signal und ein erster Schritt, dem schnell auch ein zweiter folgen muss. Darüber waren sich die Ausschussmitglieder einig.

Diskussionsbedarf herrschte allerdings darüber, wie dieser zweite Schritt auszusehen habe. Der Erhöhung der Stundenzahl müsse eine eindeutige Aufgabenzuordnung der neu zu schaffenden Stelle durch die Verwaltung folgen, ehe eine neue Kraft eingestellt werde, hieß es auch in der Sitzungsvorlage. Die Sozialarbeiterin wusste vom Alkoholkonsum der Jugendlichen unter 16 Jahren ebenso zu berichten wie von Wohnungen, aus denen heraus ganz offensichtlich Drogen verkauft würden. Ein neuer Treffpunkt Jugendlicher, der immer wieder für Beschwerden aus der Bevölkerung sorgt, ist der Beecker Weiher geworden.

Auch der Alte Friedhof an der Bahnhofsstraße war vor kurzem ins Visier geraten, als sich dort regelmäßig Jugendliche trafen und durch ihr Verhalten den Unmut der Bürger auf sich zogen. Ihre Arbeit mit Jugendlichen finde zumeist auf der Straße und in den Abendstunden statt, erklärte Froitzik, die seit 14 Jahren als Sozialarbeiterin in Wegberg angestellt ist. Froitzik, die sich als Sozialarbeiterin nicht nur um die Jugendlichen, sondern zum Beispiel auch um Asylbewerber und Obdachlose kümmern muss, ist hoffnungslos überlastet. Die Arbeit mit den Asylbewerbern komme jedoch durch die intensive und notwendige Jugendarbeit zu kurz, erklärte sie.

Der telefonische Kontakt mit Jugendlichen und Eltern über die Arbeitszeit hinaus gehöre bei ihr zur Regel. Und das, obwohl sie nicht einmal ein Diensthandy besitzt und alle Anrufe und SMS-Sendungen mit ihrem eigenen Mobiltelefon erledigt. Wenigstens in dieser Sache konnte kurzfristige Abhilfe versprochen werden, da die Verwaltung dienstlich nutzbare Mobiltelefone bereithält, von denen sie eines bekommen soll.
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