Beim Tauschring zählt der „Heinsberg-Taler”

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Kreis Heinsberg. Sie saßen zusammen, tranken alkoholfreien Punsch, aßen selbst gebackene Plätzchen, knüpften Kontakte untereinander und sprachen miteinander.

Unter dem Motto „Adventstreffen” fand das vierte Treffen der Teilnehmer des Heinsberger Tauschrings (HTR) in den Räumen des Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrums (SFZ) in Heinsberg statt. Um die Atmosphäre aufzulockern, hatten das sechsköpfige ehrenamtliche HTR-Team und Projektleiterin Margrit Hils vom SFZ eine Bastelaktion vorbereitet.

Die Teilnehmer nutzten die Zusammenkunft, um Rückschau auf die Zeit seit der Eröffnung des HTR vor gut einem Jahr zu halten. Ingesamt hat sich das Projekt des SFZ gut entwickelt. Zurzeit gibt es 27 Teilnehmer. „Für Beginn des neuen Jahres haben sich bereits weitere Interessenten gemeldet”, sagt Margrit Hils.

Da immer mehr Anfragen auch aus anderen Gebieten des Kreises gekommen seien, habe man den HTR nun auf Waldfeucht, Gangelt, Geilenkirchen und Hückelhoven erweitert. Das heißt, nun können auch Bürger aus diesen Städten und Gemeinden am HTR teilnehmen.

Beim Tauschring handelt es sich um ein soziales Netzwerk, in dem kleine Hilfeleistungen jeglicher Art bargeldlos getauscht werden können. Der „Heinsberg-Taler” ist eine fiktive Tauschwährung. Ein Heinsberg-Taler entspricht einer Zeiteinheit von 30 Minuten Hilfe. Angesprochen sind Bürger ab 18 Jahre, insbesondere ältere Menschen, Behinderte, Alleinerziehende, Menschen mit geringem Einkommen und Neubürger.

Innerhalb des Jahres hätten sich die „Tauschgeschäfte” unter den Teilnehmern nach anfänglichem Zögern gut entwickelt, wie Margrit Hils feststellt. Den Grund für diese positive Entwicklung sehe sie in den Treffen zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Austausch. „Wir werden diese Treffen auf jeden Fall beibehalten”, so Hils. Mittlerweile würden sich sogar Teilnehmer untereinander treffen. „Der Netzwerk-Gedanke hat sich somit gut etabliert”.

Das HTR-Team besteht nach wie vor aus sechs Ehrenamtlichen; Kläre Kuznik und Waltraud Günther aus Geilenkirchen, Hermann-Josef Horrichs aus Uetterath, Margret de Hesselle aus Unterbruch, Maria Mehler aus Dremmen und Christel Preuschoff aus Kempen an. Im Laufe des Jahres hätten sich bei allen Arbeitsschwerpunkte herauskristallisiert, so Hils. Insgesamt sei der Heinsberger Tauschring auf allgemeines Interesse gestoßen. Es habe Anfragen von Gremien und Einzelpersonen aus dem Kreisgebiet gegeben. Bei den Infogesprächen sei es mehrfach um die Frage gegangen, wie etwas Vergleichbares an anderen Orten aufgebaut werden könne, erzählt Margrit Hils.

Informationen zum Heinsberger Tauschring gibt es mittwochs von 15 bis 18 Uhr im Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum an der Hochstraße 24 in Heinsberg, ? 02452/1567915, E-Mail: info@hs-tauschring.de, Internet http://www.hs-tauschring.de.

Auskünfte außerhalb der HTR-Öffnungszeiten erteilen Margrit Hils und Brigitte Krükel unter Telefon 02452/156790.

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