Beim Kinderhörsaal zeigen Schüler ihr ganzes Können

Von: Petra Wolters
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Luca Claß (rechts) und Tom Ge
Luca Claß (rechts) und Tom Geiser aus der Birgdener Schule der Begegnung begeisterten beim Kinderhörsaal in Heinsberg mit ihrem Kakaomixer, der mit Solarenergie betrieben wird. Foto: Petra Wolters

Heinsberg. „Nur was unter die Haut geht, gelangt ins Gehirn”. So lautete das Motto des zweiten Kinderhörsaals, zu dem das Netzwerk „Begaben wagen” im Kreis Heinsberg in dieser Woche zunächst in die Aula der Gemeinschaftshauptschule nach Heinsberg eingeladen hatte.

13 Grundschulen im Kreisgebiet engagieren sich in dieser Art der Begabungsförderung in Kooperation mit der Universität zu Köln. Sieben von ihnen präsentierten ihre aktuellen Arbeitsergebnisse in Heinsberg, weitere sechs tun dies am Donnerstag in Erkelenz. Aufmerksame Zuhörer fanden sie nicht nur in Lehrern, Schülern und Eltern der jeweils anderen Schulen, sondern auch in Kreisdirektor Peter Deckers und in Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder.

Nachdem Georg Wimmers zusammen mit Kindern das eigens für das Netzwerk komponierte Lied „Ich bin stark” präsentiert hatte, begrüßte Schulamtsdirektor Kaiser die Teilnehmer des Kinderhörsaals. „Die Kinder brauchen eine Plattform, ihr Können auch darbieten zu können”, begründete er die Notwendigkeit der Veranstaltung. Aber es brauche auch den Mut von Lehrern und Eltern, den Kindern dies auch zuzutrauen, betonte er.

Als Moderatorin fungierte Jutta Mauczok, Schulleiterin der Grundschule „Am Burgberg” in Wassenberg, deren Kinder als erste ihr Projekt präsentierten. Sie hatten zwei Stationen der Ausstellung „Miniphänomenta” nachgebaut und stellten ihre Kugelrampe und ein Klopfophon in Form von Plastikrohren vor, auf denen sie mithilfe von Badelatschen unterschiedliche Töne erzeugten und dabei fachlich versiert erläuterten, wie diese zustande kommen.

Für den rein kreativen Teil, der von jeder Schule im Netzwerk neben dem fachlichen gefordert war, sorgte Paula Roggen mit ihrem Spiel auf der Violine.

Für die Heinsberger Sonnenscheinschule informierte Aleksej Malkine in einem perfekten Vortrag über die unterschiedlichen Planeten, und das auch für kleine Kinder äußerst verständlich. „Wäre die Sonne ein Ball, dann wäre die Erde ein Papierkügelchen”, erklärte er.

Mit einem selbst getexteten Lied zum Thema Sterne rundete er zusammen mit seinen Mitschülern das Projekt Weltall ab. Diesem hatten sich auch die Hilfarther Grundschule und die Europaschule aus Geilenkirchen gewidmet, allerdings in ganz unterschiedlicher Herangehensweise. Die Hilfarther Schüler näherten sich dem Nachthimmel zunächst ebenfalls ganz sachlich. Dann tanzten sie als Planeten auf der Bühne. Ihre Mitschüler brachten derweil den Nachthimmel mit einer eigentlich einfachen Idee in Bewegung: Sie steckten ihre Hände in gelbe Gummihandschuhe und dann von hinten durch ein schwarzes Tuch, das als Bühnenbild diente.

Besonders gut kam beim Publikum mittels kleiner Theateraufführung der Ausflug der Europaschule in das Jahr 2031 an, zur Tourismusmesse „Inter-Planet” in Heinsberg. Eine Pauschalreise zum Mond wurde dort angeboten oder die Reise zum Neptun, wobei auch der Spezial-Raumanzug zum Wohlfühlangebot gehörte. „Vom Ei zur Trinkwassergewinnung” hatten die Haarener Schüler ihre Erklärung von Naturphänomenen überschrieben. Dabei erläuterten sie eindrucksvoll, warum etwa Erdbeeren im Wasser schwimmen oder Kirschen bei Regen aufplatzen.

In einer Präsentation von „Jugend forscht” fühlten sich die Besucher, als Luca Claß und Tom Geiser aus der Birgdener Schule der Begegnung ihren selbstgebauten Kakaomixer vorstellten, mit Solarantrieb natürlich. In der Aula der Schule funktionierte er auch mit einer großen Lampe. Eindruck hinterließen die beiden zugleich mit der Präsentation ihres Projekts, die nicht nur ihre ersten Zeichnungen, sondern auch einen Film über die Funktionalität ihres tollen Geräts aus Legosteinen enthielt.

Zum Abschluss der Heinsberger Veranstaltung informierten die Schüler der Johann-Holzapfel-Schule aus Doveren über ihr Projekt zu regenerativen Energien.

Er habe von den Kindern gelernt, dass die Welt des Universums faszinierend schön und ein Reiseziel der Zukunft sei, das Wasser das Lebenselixier auf der Erde sei und die Energie der Zukunft aus regenerativen Quellen komme, betonte Professor Karl-J. Kluge von der Universität zu Köln, bevor er den Kindern zusammen mit Kreisdirektor Peter Deckers zum Abschluss der mehr als zweistündigen Veranstaltung ihre Teilnahmeurkunden übergab.

Weitere Projekte und sogar ein Film im Internet

Am Donnerstag präsentieren die Schüler weiterer sechs Schulen ab 16 Uhr ihre Projekte in der Erkelenzer Stadthalle. Sie kommen von der Kastanienschule in Rath-Anhoven mit dem Thema Naturkatastrophen, von der Carl-Begas-Schule Heinsberg (Buch „Körper”), von der Grundschule Arsbeck (Themen Trommeln und Englisch), von der Luise-Hensel-Schule Erkelenz (Thema Eisbären), von der Franziskus-Schule Erkelenz & Houverath (Thema Sylt) und von der Grundschule Gerderath (Thema „Das alte Ägypten”).

Ab Anfang Juli steht ein Film über beide Veranstaltungen auf der Internetseite des Schulamtes unter http://www.schulamt-kreis-heinsberg.de zur Verfügung.

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