Beim Hoffest überzeugen Politiker mit Kochkünsten

Von: red/anna
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Die Bundestagskandidaten kochten beim Hoffest: Wilfried Oellers von der CDU (3. v. l.) und Linus Stieldorf von der FDP (3. v. r.) hatten dabei ebenso viel Spaß wie Norbert Spinrath von der SPD (r.) und Hans Josef Dederichs von den Grünen (l.). Helmut Wolf (2. v. r.) und Daniel Windelen (2. v. l.) vom Glashaus zeigten sich ebenso beeindruckt wie Regionalredakteur Dieter Schuhmachers (Mitte) als Moderator. Fotos (4): Anna Petra Thomas Foto: Anna Petra Thomas
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Das Glücksrad der Sparkasse: Auch die jungen Besucher machten mit.
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Eine der Aktionen beim Hoffest: Auch ein Hairstyling war möglich. Foto: Anna Petra Thomas
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Die „Eisbrecher“: Die Band „Four and Four“ mit Jazztrompeter Mark Odenius (Bildmitte) eröffnete den musikalischen Reigen beim Hoffest auf dem Klosterplatz am Sonntagnachmittag. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Auf – zumindest im öffentlichen Auftritt – für sie ganz ungewohntem Terrain bewegten sich am Sonntagnachmittag die Bundestagskandidaten von CDU, SPD, FDP und Grünen: Zum Hoffest auf dem Klosterplatz in Heinsberg waren Wilfried Oellers, Norbert Spinrath, Linus Stieldorf und Hans Josef Dederichs der Einladung von Heinsberger Zeitung und Heinsberger Nachrichten sowie Glashaus und Kreissparkasse gefolgt und hatten nicht nur zur Stimmungslage eine Woche vor der Wahl Rede und Antwort gestanden.

Vielmehr traten sie auch als Köche in Aktion – und ernteten dabei allesamt viel Lob. Helmut Wolf und Daniel Windelen vom Glashaus, die den Politikern assistierten, zeigten sich beeindruckt von den gezeigten Kochkünsten. Lobende Worte und positive Urteile gab es auch von Festbesuchern, die das Buure Gröstle probieren durften. Wobei der Vergleich mit Star-Koch Bocuse vielleicht etwas hochgegriffen war...

Aus Kartoffeln, Zwiebeln, Grünen Bohnen, Lammfilet und Tomaten, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Majoran, sollten die Politiker eine Bauernpfanne – passend zum Heinsberger Buure Maat – zaubern. Dies gelang ihnen. Beim Hantieren mit Messern und Pfannen gab es weder Probleme noch Verletzungen. Und beim Zwiebelschneiden flossen keine Tränen – was Regionalredakteur Dieter Schuhmachers allen vier Kandidaten auch für den Wahlabend wünschte. Ein Sieger wurde nicht gekürt. Die Kochkünste hielten sich die Waage, urteilte Wolf salomonisch. Windelen plädierte für eine Große Koalition. Vielleicht wäre kulinarisch ja auch eine Allparteienregierung machbar. Wer weiß?

„Dies war einer der angenehmen Termine“, sagte der Grüne Dederichs. Allen vier Politikern war die Freude anzusehen, die ihnen diese Kochaktion bereitet hatte. Und auch die Erleichterung, dass sie vor eine lösbare Aufgabe gestellt worden waren.

Von ihren Erfahrungen im Wahlkampf, vielen Gesprächen mit Bürgern und dankbar angenommener Unterstützung durch Politprominenz aus Bund und Land hatten die Kandidaten berichtet. Gefragt nach ihren konkreten Zielen für den Wahlsonntag, wollte sich keiner auf ­einen Prozentsatz festlegen. Sicher wolle er das Direktmandat wieder für die CDU holen, erklärte Oellers, der erstmals antritt. „Aber ich kann jetzt nur für mich werben, das Ergebnis muss man abwarten.“

Sozialdemokrat Spinrath dagegen will „den Kreis Heinsberg rot färben“. Immerhin seien 40 Prozent der Wähler noch unentschlossen. „Da bleibt noch eine Woche Zeit.“ Eher bescheiden gab sich Dederichs. Es sei sicherlich vermessen, als Grüner im Kreis Heinsberg das Direktmandat gewinnen zu wollen. Sein Ziel sei es gewesen, Grüne Politik populärer zu machen.

Und es sei viel erreicht, wenn es allen vier Kandidaten gemeinsam gelungen sei, die Menschen davon zu überzeugen, am kommenden Sonntag überhaupt zur Wahl zu gehen. Er habe vor allem versucht, dafür so viele Jugendliche wie möglich zu motivieren, ergänzte der Liberale Stieldorf.

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