Beim Heimverbund gehören die Zivis zum Team

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Für den Heimverbund Region Heinsberg im Einsatz: Zivis Sven Lepers, Manuel Schotters und Dominique Fischer (v.l.n.r.) mit ihren Arbeitsmaterialien und dem Kleinbus für den Fahrdienst.

Kreis Heinsberg. Wer als Zivildienstleistender beim Heimverbund Region Heinsberg des Caritasverbandes für die Region Heinsberg tätig ist, gehört zum Team der Mitarbeiter, geht einer abwechslungsreichen und lehrreichen Tätigkeit nach und stärkt nebenbei noch seine soziale Kompetenz.

So sehen es jedenfalls Dominique Fischer, Sven Lepers und Manuel Schotters, die seit August 2008 beim Heimverbund als Zivis von montags bis freitags beschäftigt sind.

„Ich bin in der Hausmeisterei”, erzählt Dominique Fischer. Diese Tätigkeit sei sehr abwechslungsreich. „Mal fallen Gartenarbeiten an, mal muss eine Außenwohngruppe gestrichen werden und mal sind Tischlerarbeiten nötig”, so Fischer.

Unter Hausmeister Wim Cremers, der bereits seit 38Jahren beim Heimverbund arbeitet, würde er als gelernter Tischler so noch eine ganze Menge dazulernen. Dies unterstreicht auch Sven Lepers, ebenfalls beschäftigt in der Hausmeisterei. „Hier kann man viel lernen.” Man bekomme Einblicke in verschiedene handwerkliche Arbeiten.

„Dies dient der eigenen Orientierung, um zu sehen, welche Fähigkeiten man hat”, so Lepers, der direkt nach dem Abitur die Stelle als Zivi antrat. Die Aufgaben reichten vom Verputzen und Renovieren der Zimmer in den Außenwohngruppen über Glühbirnen auswechseln bis hin zu gelegentlichen Fahrdiensten. Sei man erst einmal integriert, so habe man oft freie Hand, um Lösungsvorschläge zu finden.

„Außerdem kommt man viel rum, lernt den Kreis kennen”, betont Sven Lepers. Zudem bekomme er einen Eindruck davon, was es heißt, mit Kindern umzugehen. Die „Stärkung der sozialen Kompetenz” sieht auch Manuel Schotters als besonderes Plus seiner Tätigkeit. Er wurde für den Fahrdienst eingeteilt.

Das heißt, der gelernte Industriekaufmann holt die Kinder der Tagesgruppe Hilfarth von der Schule ab, bringt sie zur Tagesgruppe, isst mit ihnen zu Mittag und übernimmt mit die Hausaufgabenbetreuung sowie kleine Hausmeistertätigkeiten. „Man muss als Respektperson akzeptiert werden”, weiß er. Demnach seien ein gewisses pädagogisches Geschick und Einfühlungsvermögen Voraussetzung für diese Tätigkeit.

„Für uns ist es ein Glück, dass wir die Zivis haben. Sie sind eine wertvolle Hilfe”, betont Karl-Ernst Dahmen, Heimleiter des Heimverbundes und Leiter der Abteilung Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Gerade, weil sie mitunter ganz unterschiedliche Ausbildungen hätten. Sie würden als Mitarbeiter zum Team dazugehören und als ein Teil des Ganzen verstanden. Der Heimverbund betreue Kinder von null bis 18 Jahren und manchmal, wo erforderlich, auch darüber hinaus, mit dem Ziel der Rückführung in die Ursprungsfamilie.

Insgesamt gebe es 13 Betreuungsformen wie zum Beispiel die Fünftagegruppe, die Mädchen- und Jungengruppen, die intensiv-pädagogische Gruppe und die Wohngruppe für minderjährige Mütter. In den Gruppen seien die Zivis oftmals wichtige Ansprechpartner, so Dahmen. Und der Heimleiter weiß auch, dass der Waldlauf und das Sommerfest als Veranstaltungen ohne die Hilfe der Zivis nicht zu realisieren wären.

Wer Interesse hat, seinen Zivildienst beim Heimverbund Region Heinsberg zu leisten, kann sich unter 02436/39390 melden und informieren.
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