Bei Teddys OP Mundschutz angelegt

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Im Hermann-Josef Krankenhaus in Erkelenz rückten Einschulkinder der Johanniter-Kita ihren kranken Bären zu Leibe. Foto: Koenigs

Erkelenz. Eine ganz besondere Sprechstunde stand im Hermann-Josef auf dem Plan: Verarztet werden mussten nämlich die Teddybären und andere Stofftiere der Kinder des Johanniter-Kindergartens am Karolingerring.

Die Einschulkinder hatten im Rahmen des Projektes „Erstelfer von morgen” viel gelernt darüber, wie man sich im Falle eines Unfalls verhält, wie man einen Notruf loslässt - und natürlich wie man Pflaster klebt. Am Ende des Projektes stand ein Besuch bei den Profis im Krankenhaus.

Zuerst schauten sich die kleinen Ersthelfer in der Ambulanz um, ließen sich Röntgenbilder erklären und lernten, wie man einen Gips anlegt. Dann kam der praktische Teil am „lebenden Objekt”. Organisiert wurde die Aktion von Andreas Schuhflitz. „Wir haben im vorigen Jahr damit begonnen”, sagt der Intensivpfleger am Rande der Sprechstunde.

„Aus der anfänglichen Besichtigung des Krankenhauses wurde die Ambulanz für Teddys und andere Kuscheltiere. Unser Ziel ist es, den Kindern die Berührungsangst zum Krankenhaus zu nehmen”, erklärt Schuhflitz, dessen Tochter Lea auch den Johanniter-Kindergarten besucht. Gemeinsam mit der Assistenzärztin Ondine Rau und Intensivschwester Miriam Gluding nahm er sich der kleinen Patienten an.

Es gab eine Menge zu tun. So hatte die Puppe Bianka der sechsjährigen Jessica nicht nur den Arm gebrochen, sondern auch noch einen schlimmen Husten. „Ich habe mir auch schon einmal den Arm gebrochen”, wusste Jessica zu berichten, während der Arm ihrer Puppe verbunden wurde.

„Aber jetzt ist wieder alles gut und ich kann alles mi dem Arm machen.” Gegen den Husten ihrer Puppe gab es einen Saft. Das Einhorn „Rosi” hatte ein Bein gebrochen und brauchte ebenfalls dringend die Hilfe von Ondine Rau. Diese hatte alle Hände voll zu tun, während ihr Kollege Schuhflitz bei einem Stoffhasen eine Ohrenfraktur behandelte.

Auch Schwester Miriam war im Einsatz, hieß es doch, bei einem Teddy neben einem Beinbruch auch eine Infektion zu behandeln. Wenigstens hielten die flauschigen Patienten bei den Spritzen still.

Aus Sicherheitsgründen und weil es cool aussieht, wurden neben den Stofftieren auch die Kinder mit Mundschutz und OP-Haube ausgestattet.

Erzieherin Christiane Otto vom Johanniter-Kindergarten erklärte den Sinn des zweiwöchigen Projektes. „Die Kinder sollen wissen, dass sie sich selber helfen können und wie sie schnell an weitere Hilfe kommen.” Also wurde auch geübt, was alles bei einem Notruf gesagt werden muss und wie man sich gegenüber dem verletzten verhält.

In zwei Gruppen mit jeweils 15 Kindern war der Besuch des Krankenhauses fester Bestandteil des zweiwöchigen Projektes. Um den Kindern die Berührungsangst zu nehmen, kamen bei dem Ersthelferkurs auch die beiden Handpuppen Jona und Jonni als Moderatoren zum Einsatz. Das Projekt „Ersthelfer von morgen” wird von Nadjeschka Reder und Nadja Krause betreut.
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