Wegberg-Klinkum - Bei Freunden spielen die Jungs von Solala „für lau”

Bei Freunden spielen die Jungs von Solala „für lau”

Von: güpas
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Die Band „Solala” während ihres Jubiläumsgastspiels auf den „närrischen Brettern” ihres Heimtortes Klinkum. Sie touren in der fünften Jahreszeit durch alle Foto: G. Passage

Wegberg-Klinkum. Seit 20 Jahren schon ziehen die Mitglieder Karnevalsband Solala aus Klinkum durch die Lande und stehen in der fünften Jahreszeit auf vielen närrischen Bühnen im Rheinland.

Während der Galasitzung der Klinkumer KG Sonn Männ, sozusagen in ihrem Wohnzimmer, gaben die fünf munteren Gesellen zum 20-Jährigen ihr Jubiläumskonzert.

Angefangen hatte es vor zwei Jahrzehnten, als sich die Ur-Klinkumer Peter Gerhards (Schlag-zeug), Klaus Reinders (Akkordeon) sowie Thomas (Bass) und Jürgen Rütten, (Gitarre und Gesang) zu der Band „Solala” formierten. Nachdem die Bandmitglieder im Laufe der Zeit wechselten - sogar eine Mandolinen-Spielerin gehörte einige Jahre der Band an - ist die heutige Formation mit Erik Körfer (Schlagzeug), Edi Ficht-Quasten (Keyboard), Frank Krekelberg (Gitarre), Thomas Rütten (Bass) und Jürgen Rütten (Leadgesang) seit fünf Jahren unverändert.

Neben der Musik, die ausschließlich während der Karnevalszeit betrieben wird, sind die fünf Bandmitglieder auch gute Kumpels, die so nebenher zumindest teilweise ihre Freizeit gemeinsam gestalten. Weiterer fester Bestandteil der Band sind seit langem zwei Techniker, die die Instrumente sowie das gesamte Equipment überwachen und warten.

Gegründet wurde die Band im Herbst 1990, nach der Auflösung der Mundartgruppe „De Räuber”. Die ersten Auftritte sollten im Karneval 1991 stattfinden, doch der amerikanische Präsident machte die Planungen der Band zunichte: Der Karneval fiel in diesem (Golfkriegs)-Jahr aus. So „enterten” die Jungs erstmals im November 1991 in der näheren Umgebung von Klinkum die närrischen Bühnen.

„Wir sind eine Karnevalsband und spielen auch ausschließlich in der närrischen Zeit”, gibt Schlagzeuger Erik Körfer zu Protokoll. Jedes Jahr nach den Sommerferien beginnen die Probenarbeiten: Bis Anfang November, bis zum Erwachen des Hoppeditz also, treffen sich die Bandmitglieder einmal wöchentlich, wobei das gesamte Repertoire geprobt und abgestimmt wird.

Solala hat sich immer als Karnevals-„Coverband” gesehen, gleichzeitig, um eine eigene Note mit ein zu beziehen- aber auch eigene Stücke komponiert. Gespielt werden Lieder von den Höhnern, Bläck Föss, Brings oder auch den Paveiern - mit diesen Bands standen die Musiker von Solala in der Vergangenheit teilweise gemeinsam auf der Bühne.

Der Aktionsradius, in dem sich die Band während der Karnevalszeit an den Wochenenden bei ihren Auftritten bewegt, ist gewaltig: Bis in die Nähe der „Karnevalshochburg” Osnabrück in Niedersachsen (!), nach St. Vith in Belgien oder ins limburgische Kerkrade zieht es die Mannen um Frontmann Jürgen Rütten. Neben den Karnevalshochburgen im Kreis Heinsberg bespielt die Band alljährlich das gesamte Ruhrgebiet sowie in die Großräume Düsseldorf, Neuss und den Umkreis Mönchengladbach.

Auch für die nächste Session 2012/13 gingen bereits Anfragen beim Management der Band ein.

„Innerhalb der Band gilt für uns das ungeschriebene Gesetz, die Auftritte bei den karnevalistischen Veranstaltungen in Klinkum für Lau zu bestreiten. Nein, Geld nehmen wir hier nicht. Dafür aber nehmen wir immer wieder gerne die Einladung der KG zu deren Kameradschaftsabend an. Dann lassen es auch wir immer so richtig krachen”, bekennen sich Erik Körfer, und dessen Mitstreiter zum Klinkumer Karneval. So sind sie halt die fünf Musikanten: Einfache, stattliche Kerle - gleichbedeutend in der rheinischen Mundart mit „Sonn Männ”.
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