Erkelenz - Bei Diagnose Brustkrebs: Hilfe Gesprächskreis

Bei Diagnose Brustkrebs: Hilfe Gesprächskreis

Letzte Aktualisierung:

Erkelenz. Was ist der Unterschied zwischen Brustscreening und Mammographie? An wen richten sich die Untersuchungen? An wen wende ich mich nach einem Screening? Kann ich die Unterlagen einfordern? Mit diesen und ähnlichen Fragen sieht sich die Rosa Schleife, der Gesprächskreis für Frauen mit Krebserkrankungen, in Erkelenz konfrontiert.

„Die Leute sind zu wenig informiert”, weiß Rita Contractor von der Rosa Schleife. Vor allem, was die weiterführende Behandlung bei einem Befund, ob gutartig oder bösartig, betreffe, würden viele Unklarheiten bestehen. Alle Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren im Kreis Heinsberg seien eingeladen, an dem Mammographie-Screening teilzunehmen, so Rita Contractor.

Im Gegensatz zur Mammographie, dem Röntgen der Brust, das weiterhin alle zwei Jahre für die über 69-Jährigen erfolge, handele es sich beim Mammographie-Screening um eine regelmäßige Reihenuntersuchung zur Vorbeugung gegen Brustkrebs. Die Frauen würden automatisch in einem Turnus von zwei Jahren zur Teilnahme eingeladen. Der Zugang zum Mammographie-Screening sei damit ohne Arztkontakt möglich, erklärt Rita Contractor. Das Screening erfolge in den Räumen des Heinsberger Krankenhauses. Betreiber sei die Radiologische Praxis im Kapuzinerkarree in Aachen, die das Screening hier unabhängig vom Krankenhaus installierte. „Wir begrüßen das Brustscreening als Früherkennungsuntersuchung. Möglichst viele Frauen sollten davon Gebrauch machen”, betont Rita Contractor.

Zum weiteren Vorgehen erklärt sie, dass die Patientin nach der Durchführung des Mammographie-Screenings ohne Befund diesen schriftlich von der Aachener Praxis mitgeteilt bekomme mit dem Hinweis auf weitere Früherkennungsuntersuchungen beim behandelnden Frauen- und Hausarzt. Bei unklarem Befund gehe es darum, abzuklären, ob dieser gut- oder bösartig sei. In der Regel erhalte die Patientin einen weiteren Terminvorschlag zur Abklärungsdiagnostik. „Die Frauen können aber auch zunächst ihren Frauenarzt aufsuchen, sich dort beraten lassen, wann und wie die Abklärung erfolgen soll”, rät Rita Contractor.

Nach der Abklärung werde bei einem gutartigen Befund das Ergebnis mitgeteilt. Sei der Befund bösartig, so könne sie nur empfehlen, die Unterlagen aus Aachen einzufordern, um mit dem Frauenarzt die Situation zu besprechen. „Niemand muss in Aachen hängen bleiben”, so Rita Contractor. Vor allem, da es in Erkelenz ein zertifiziertes Brustzentrum gebe, das alle weiteren Schritte und Folgebehandlungen übernehmen könne. Sie könne nur allen betroffenen Frauen empfehlen, um auch lange Wegstrecken zu vermeiden, für alle weiteren Maßnahmen im Kreis zu bleiben. „Vor allem, da sich hier mit dem Brustzentrum ein Kompetenzzentrum in unmittelbarer Nähe befindet”, sagt Rita Contractor.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert