Bei der Lebenshilfe sind Familien „bunt bewegt“

Von: defi
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„König der Kinderdisco“: Volker Rosin begeisterte die Besucher beim Jubiläumsfest in der integrativen Lebenshilfe-Kindertagesstätte Triangel. Foto: defi
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Auch der Seilgarten für die kleinen Kletterer gehörte zum Parcours bei der Kinderolympiade in der Oberbrucher Lebenshilfe-Kita Triangel. Foto: defi

Kreis Heinsberg. 25 Jahre integrative Betreuung: Dies war in der Kindertagesstätte Triangel der Lebenshilfe Heinsberg ein Grund zu feiern. Mitarbeiter der integrativen Kita in Oberbruch, die dort betreuten Kinder mit und ohne Behinderung, deren Familien und viele Ehemalige, die sich zur Triangel-Familie zugehörig fühlen, genossen gemeinsam einen schönen Tag im Grebbener Hofbruch.

Der Auftritt von Volker Rosin, dem „König der Kinderdisco“, war der Höhepunkt der großen Geburtstagsfete, die unter dem Motto des bundesweiten Lebenshilfe-Aktionstages „Familie: bunt bewegt“ stand. Als Rosin den „Tanzalarm“ ausrief, war beim Familienfest keiner mehr zu halten. Die Lebenshilfe-Band Workshop hatte das musikalische Vorprogramm bestritten. Workshop-Sänger Daniel Stolz hatte in seinem ehemaligen Kindergarten einen seiner großen Auftritte.

Kita-Leiterin Agi Hirtz und ihr Team hatten ein tolles Fest vorbereitet, um den Gästen einen vergnüglichen Rahmen für die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung zu bieten. Bei der Kinderolympiade galt es verschiedene Übungen zu meistern; ob nun das Seifenblasen-Wettpusten, das Wasserpistolen-Zielschießen oder das Balancieren im mobilen Klettergarten, die Freude am Spiel war den Kindern immer anzumerken. Das Sprachprogramm „Ich bin Max“ konnte ausprobiert werden. Im „Haus der kleinen Forscher“ konnten große Entdeckungen gemacht werden.

Blick zurück und nach vorn

Seit 1975 gab es in Oberbruch einen Sonderkindergarten der Lebenshilfe. 1989 wurden zwei integrative Gruppen neu eröffnet: die Gruppen „Pink“ und „Lila“. Jakob Lieck, Vater von zwei Töchtern mit einer Behinderung, kennt die Anfänge der integrativen Kita aus eigener Erfahrung. Lieck ist heute als Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Heinsberg Pate der Kita Oberbruch. Er blickt nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft. Die Arbeit in den gemischten, integrativen Kita-Gruppen sei damals viel offener geworden, als es in den heilpädagogischen Gruppen vorher möglich gewesen sei.

Es seien Freundschaften zwischen behinderten und nichtbehinderten Kindern durch viele gemeinsame Aktivitäten entstanden. Lieck: „So hat Integration ihren Lauf genommen, sozusagen als Vorbereitung auf das große Thema Inklusion.“ Bei dieser großen Aufgabe müsse die Lebenshilfe Vorreiter sein, um durchgängig ein gemeinsames Leben von Menschen mit und ohne Behinderung möglich zu machen. Lieck: „Inklusion wird lange dauern, bis sie zu 100 Prozent läuft. Ich sage mal, vielleicht in der nächsten Generation.“

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