Hückelhoven-Ratheim - Bei den Kindern gibt es keine Berührungsängste

Bei den Kindern gibt es keine Berührungsängste

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
hück-sommerfestfo
„Sport, Spiel und Spaß” hieß das Motto beim integrativen Sommerfest, mit dem die gemeinsame Aktion der islamischen Gemeinde und des evangelischen Jugendzentrums am Dienstag in Ratheim endete. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Ratheim. Ferien sind genauso kulturübergreifend wie die Freude am Spiel. Deshalb trafen sich die jugendlichen Teilnehmer der Ferienfreizeiten des evangelischen Kinder- und Jugendtreffs „Das Nest” und des islamischen Integrations- und Bildungsvereins (VIKZ) zu einem gemeinsamen Fest auf dem Gelände der Schule Im Weidengrund.

Was auf den ersten Blick alltäglich klingen mag, bedurfte aber einer über zweijährigen Vorlaufzeit, wie Mehmet Yilmaz vom VIKZ zu berichten weiß. „Wir haben lange gesucht, bis wir mit dem Nest einen Kooperationspartner gefunden hatten”, betonte er am Rande des Festes. Als Ursache vermutet er Berührungsängste. Obwohl türkische und deutsche Bürger als Nachbarn und Kollegen täglich miteinander zu tun haben, wissen oftmals die deutschen sehr wenig über ihre türkischen Mitbürger. „Deshalb setzen wir bei den Kindern an, denn die sind noch tolerant und offen.”

Besonders Mädchen seien gute Multiplikatoren, wie Meral Kalayci betont. Sie gehört zum mehrköpfigen Betreuerteam, das die rund vierwöchige Ferienfreizeit in den beiden Moscheen des Vereins anbietet. Die Jungs sind in der alten Schaufenberger Moschee untergebracht, die Mädchen in der neuen Moschee an der Ludovicistraße. Dort hatten die Kinder auch schon Besuch aus dem Nest. Die Kinder kennen sich teilweise schon aus der Schule oder dem Kindergarten. „Ich habe hier viele deutsche Freunde getroffen”, erklärt die 14-jährige Berna. Während des Festes trägt sie ein Kopftuch, was sie sonst nicht immer tut. Auch die elfjährige Tugba hat viele deutsche Freunde. „Bei der Ferienfreizeit habe ich auch viele neue Leute kennengelernt”, freut sie sich.

Auch Beate Franz vom Nest zeigte sich überzeugt, dass es nicht die letzte Zusammenarbeit der beiden konfessionellen Träger sein würde. „Es wäre schade, wenn wir jetzt nicht weitermachen würden”, betont sie.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert