Erkelenz - Bei Bibellesung ist die Kirche proppenvoll

Bei Bibellesung ist die Kirche proppenvoll

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Erkelenz. Die Pfarrkirche St. Lambertus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Und dabei war nicht einmal Weihnachten.

Vielmehr hatten sich zehn bekannte Erkelenzer zusammengefunden, um aus der Bibel vorzulesen und eigene Interpretationen des Textes zu geben.

„Erkelenzer lesen aus der Bibel” hieß das Projekt, das auf große Resonanz stieß. Neben Pastor Werner Rombach und seinem evangelischen Amtskollegen Robin Banerjee waren acht Erkelenzer angetreten, die man aus dem öffentlichen Leben kennt, darunter auch der Karnevalist Stephan Schüren und Comedian Christian Pape. Dabei wurde Gottes Wort nicht nur gelesen und interpretiert, sondern auch musikalisch dargestellt.

Das rund 60-köpfige Orchester des Städtischen Musikvereins hatte unter der Leitung von Hans-Paul Breuer ein Musikprogramm zusammengestellt, das das jeweils zuvor besprochene Thema aufgriff und in beeindruckender Weise musikalisch umsetzte. Den Anfang machte die Journalistin Kristina Hellwig, die sich mit der Schöpfungsgeschichte auseinandersetzte, eines „schönen, aber schlecht recherchierten Textes”, wie sie betonte. Ihre Gedanken zu der Bedeutung der Schöpfungsgeschichte wurden von Cat Stevens„ „Morning has broken” ergänzt.

Der Rektor der Europaschule, Willi Schmitz, nahm sich der letzten Worte der Bergpredigt an, die er als die „goldene Regel” bezeichnete. „Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst behandelt werden wollt” sei eine „genial einfach Faustregel”, die das Miteinander der Menschen regelt. Sparkassenvorstand Lothar Salentin hatte sich des Gleichnisses der Arbeiter im Weinberg angenommen, um zu erklären, dass Gott jeden gleich liebe, während der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen sich der Verleugnung Jesu durch Petrus gewählt hatte. Die Schwäche, so schloss er, sei verzeihbar, nicht verzeihbar sei es, aus der Schwäche nicht zu lernen.

Stephan Schüren hatte das Thema „Richtet nicht” aus dem Lukasevangelium gewählt. „Verurteilt niemanden, denn Gott verurteilt euch auch nicht” lautete seine Botschaft. Humoristisch ließ es Christian Pape angehen, der sich mit Noahs Arche befasst hatte. Noah, der beim Bau der Arche immerhin schon 600 Jahre alt gewesen sein soll, sei ein Vorbild an Willenskraft und Konsequenz. Der Erkelenzer Künstler Karl-Heinz Laufs hatte das Thema „Schwerter zu Pflugscharen” gewählt, das von „Winds of Change” der Scorpions musikalische Umsetzung fand.

Die Zuhörer in St. Lambertus lauschten den Gedanken und der Musik, ohne sie zu unterbrechen. Nicht einmal das sonst übliche Handyklingeln unterbrach die beeindruckende Lesung. Beifall gab es am Ende dafür umso mehr. Mit den Spenden, die bei der Lesung gesammelt wurden, wird ein Bibelprojekt mit Erkelenzer Jugendlichen unterstützt.
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