Heinsberger Land - Bei Alt und Jung Freude über jeden Treffer

Bei Alt und Jung Freude über jeden Treffer

Von: bast
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Heinsberger Land. Der „Maimarkt” am Schlösschen, an dem sich rund 80 Kinder, zehn Jugendliche und 40 engagierte Eltern als Helfer und Betreuer in Waldfeucht beteiligten, war vielleicht einer der Höhepunkte der Sozialaktion „72 Stunden - uns schickt der Himmel”, an der sich unzählige Jugendliche im gesamten Kreisgebiet beteiligten.

Josef Tholen als Pate und der Waldfeuchter Musikverein waren ebenfalls mit von der Partie. Am Vortag waren die Kinder bereits zu einer Müllsammelaktion unterwegs, über deren Ergebnis die Marktbesucher an einem reich bebilderten Informationsstand unterrichtet wurden. Das Marktangebot selbst reichte von gespendetem Obst-, Gemüse und Blumen bis hin zu Honig und Produkten aus Honig und Bienenwachs bis hin zu frisch belegten Baguettes. An einem weiteren Stand wurde eifrig gemengt, geknetet, gerollt und gebacken. Frisches Waldfeuchter Urbrot mit Kräuterquark gehörte zu den Spezialitäten des Marktes. Gleich gegenüber wurden Muttertagsherzen aus Lebkuchen mit viel Fantasie oder nach den Wünschen der Kunden dekoriert. Sie waren am Vortrag in der Backstube Vogten von den Kindern gebacken worden.

An weiteren ständen wurden gefilzte Steine, von den Kindern bemalte Blumenvasen oder selbst gekochte Marmelade aus Waldfeuchter Beeren zum Kauf angeboten. Zu den Leckereien, die auf dem Maimarkt angeboten wurden, der erfreulich großen Zuspruch fand, gehörten auch „süße Gläser” oder die verlockend ausschauenden Torten und Kuchen, die in der im Innenhof des Schlösschens eingerichteten Cafeteria die Wahl fast zur Qual werden ließen.

Kinderschminken und Strohhüpfen sorgten unter anderem dafür, dass auch die kleinen Besucher beim Marktbesuch auf ihre Kosten kamen und die Akteure in den wohlverdienten Pausen keine Langeweile hatten. Der Erlös kommt je zur Hälfte dem Regenbogenhospiz in Wassenberg und dem Katholischen Kindergarten Waldfeucht zugute.

„Die Hoffnung steht in der Tür”, freute sich Katharina von den Driesch, Bewohnerin des Marienklosters in Dremmen über den Besuch junger Leute vom Jugendheim „Oase”, denen sie gerne ihr Zimmer zeigte. Sie nutzte die Gelegenheit, mit ihnen ein wenig zu plaudern. „Die Jugend ist besser geworden”, ist sie nach diesem Besuch überzeugt. Christel Völz, Leiterin des Sozialdienstes im Marienkloster, hatte die Jugendlichen bei einem Rundgang durch das Haus begleitet und sie über die Geschichte des Klosters informiert.

Im Marienkloster in Dremmen gaben sich Jenny Schmitz, Mike Neumann, Sven Norbert, Sebastian Franken, Christian Sieberichs und Patrik Norbert gemeinsam mit Sebastian Klein vom Jugendheim „Oase” in Oberbruch ein Stelldichein, um gemeinsam mit den Bewohnern ein paar Stunden zu kegeln und zu plaudern. Alle hatten sich im Rahmen der bundesweiten Aktion „72 Stunden - uns schickt der Himmel” freiwillig zu dieser Aktion gemeldet.

Nach einem Spielenachmittag für Kinder am Vortag war der Besuch des Altenheimes ein echtes Kontrastprogramm. „Es macht richtig Spaß”, waren sich die Jugendlichen aber auch die rund 20 Bewohner einig, die sich im Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss eingefunden hatten, wo die mobile, hauseigene Kegelbahn aufgebaut war, die auch Rollstuhlfahrern ein Mitmachen ermöglicht.

„Das ist echt lustig, ich hatte mir das viel langweiliger vorgestellt”, kommentierte Swen das Geschehen, dessen Oma 76 Jahre, aber noch richtig fit ist. Unterstützt von Mandy Linzen und Michaela Rogala, Mitarbeiterinnen des Marienklosters, ließen selbst schon etwas gebrechlichere Bewohner die Kugel über die Bahn Richtung Holzkegel rollen und freuten sich mit den Zuschauern über jeden Treffer.

Der Rocksong Schlaflos in „Granterath” wurde von Mitgliedern der KJG-Jugendgruppe der Pfarre St. Michael in Granterath getextet und mit Musik versehen. Darin heißt es unter anderem, dass das Maß voll ist und man nicht mehr zusehen will.

Grund dieses „Aufschreies” ist der Verkehr auf der B 57. Die Straße von und zur Autobahn führt in das Gewerbegebiet Hückelhoven-Baal, und hier donnern ständig schwere und schwerste Lkw mit Gütern hin und her. Im Rahmen der Aktion „72 Stunden - Uns schickt der Himmel” haben sich die Jungen und Mädchen aus Granterath einen Tag lang von vier Uhr bis 17 Uhr an einem Seitenweg postiert und zählten die vorbeifahrenden Kraftfahrzeuge, getrennt nach Klein-, Großlastern und anderen Fahrzeugen. Und die hatten, obwohl an der Zählstelle noch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h besteht, einen ganz schönen Zahn drauf, wie festzustellen war.


Beteiligt an der Aktion waren 17 Mitglieder zwischen 13 und 17 Jahren aus St. Michael, die von der Pfarrleitung Dagmar Lemmen betreut wurden.
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