Begegnungspreis: Macher des Gitarrenfestivals sind „Brückenbauer“

Von: disch
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Freude über den Preis „Begegnung 2014“: Mit Theo Krings (2. v. r.) und Roman Viazovskiy (2. v. l.) wurden am Freitagabend in Heinsberg die Macher des Internationalen Gitarrenfestivals ausgezeichnet. Im Namen der Sparkassen-Stiftung für Völkerverständigung gratulierten Peter Jansen (l.) und Thomas Pennartz (r.). Foto: defi
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Gitarren durften nicht fehlen: Die Preisverleihung wurde in vielfältiger Weise musikalisch gestaltet. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Das Internationale Gitarrenfestival und der Internationale Gitarrenwettbewerb, die vom 12. bis 16. Mai wieder für ein klangvolles Heinsberg sorgen werden, erlebten am Freitagabend in der Kreisstadt ein Vorspiel ganz besonderer Art: Die Sparkassen-Stiftung für Völkerverständigung zeichnete im Rondell im Klevchen die beiden Initiatoren dieses vor zehn Jahren aus der Taufe gehobenen Musik-Ereignisses, Theo Krings und Roman Viazovskiy, mit dem mit 5000 Euro dotierten Preis „Begegnung 2014“ aus.

„Musik verbindet!“ Dies sagte der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen als Kuratoriumsvorsitzender der Sparkassen-Stiftung in der Laudatio. Und Musik spiele auch im Leben der Preisträger eine besondere Rolle. Die besonderen Leistungen von Krings und Viazovskiy sollten mit der Verleihung des Begegnungspreises anerkannt werden. Im Jahr 2005 seien das Gitarrenfestival und der Gitarrenwettbewerb von der Jugendmusikschule Heinsberg ins Leben gerufen worden. Seitdem würden Krings als Leiter der Jugendmusikschule und Viazovskiy als künstlerischer Leiter für das alle zwei Jahre stattfindende Event Verantwortung tragen. Über 250 Teilnehmer aus mehr als 50 Nationen hätten sich an den ersten fünf Ausgaben des Wettbewerbs beteiligt, „der heute als einer der weltweit führenden gilt“, so Jansen. Die zahlreichen Meisterkonzerte des Festivals würden internationale Spitzenkönner präsentieren.

Von Beginn an habe das Projekt Internationales Gitarrenfestival gezeigt, wie der Gedanke der Völkerverständigung in einer – wie die Jury finde – „herausragenden Art und Weise“ umgesetzt werden könne. „Für unsere Entscheidung waren nicht nur die vielen internationalen Gäste, sondern auch die Unterbringung der Wettbewerbsteilnehmer in Gastfamilien ein wichtiger Aspekt“, erklärte Jansen. Dies sei so kaum irgendwo anders zu finden – „das ist eben gelebte Völkerverständigung“. Gute Musik sei die Basis für das Festival. Aber die daraus resultierenden persönlichen Begegnungen der vielen Menschen aus vielen Nationen, also die Förderung der Begegnung, dies sei der auszeichnungswürdige Aspekt, der zur Verleihung dieses Preises geführt habe.

Die Preisträger würden durch ihr Engagement den Sinn für die menschliche Gemeinschaft schärfen und damit einen völkerverbindenden Beitrag für Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher Systeme und Kulturen leisten, würdigte Jansen die beiden Festival-Macher. „Dass das neue Europa zusammenwächst, ist nicht nur Politikern zu verdanken, sondern vor allem auch Menschen wie ihnen.“ Ein demokratisches Europa brauche „Brückenbauer“, die über gesellschaftliche und kulturelle Grenzen hinweg Menschen zu­einander bringen würden. „Musik ist dazu in besonderer Weise geeignet und eine Super-Plattform, denn sie spricht ihre eigene Sprache, die von allen Nationen verstanden wird“, so Laudator Peter Jansen, der Dank aussprach für die tolle Idee und das tolle Engagement.

Theo Krings und Roman Viazovskiy dankten ihrerseits allen Mitstreitern, Helfern und Gastfamilien, Sponsoren und Partnern sowie Teilnehmern. „Man braucht Leute, die das leben“, sagte Krings, als er betonte, dass sie beide diesen Preis natürlich stellvertretend in Empfang nehmen würden. „Nicht wir sind das Gitarrenfestival, sondern das Gitarrenfestival ist ein ganzes Team von Leuten.“ Mit großem Bedauern stellte Krings fest, dass ein Ensemble aus Donezk in der Ukraine (dort wurde Roman Viazovskiy 1974 geboren), das die Preisträger gerne zu dieser Preisverleihung eingeladen hätten, nicht nach Heinsberg habe kommen können.

Stiftung feiert 25-Jähriges

Thomas Pennartz als Vorstandsvorsitzender der Stiftung betonte, dass mit dem Begegnungspreis gerade in Zeiten wie diesen ein Zeichen gesetzt werde. Pennartz kündigte an, dass die Stiftung ihr 25-jähriges Bestehen vom 19. bis 27. Juni feiern werde. Zusammen mit ihren Partnern wolle sie in diesem Zeitraum kreisweit Begegnungen mit Gästen aus dem Ausland organisieren. Und der Sparkassendirektor erinnerte daran, dass für den ebenfalls von der Stiftung für Völkerverständigung ausgeschriebenen Integrationspreis noch bis zum 30. Juni Bewerbungen oder Vorschläge eingereicht werden könnten.

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