Kreis Heinsberg - Begegnungspreis 2012 geht an die Polizei

Begegnungspreis 2012 geht an die Polizei

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Auch dem im vergangenen Jahr in den Ruhestand getretenen Heinsberger Polizeidirektor Hans Joseph Rademacher (l.) war die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stets ein Anliegen: So erhielt er bei seiner Verabschiedung auch ein Präsent vom niederländischen Korpschef Gerry Veldhuis. Mit „Pim”, dem Dachs, wurde Rademacher Professionalität, Integrität und gesellschaftliche Verbundenheit bescheinigt. Foto: Polizei

Kreis Heinsberg. Die Kreispolizeibehörde Heinsberg wird mit dem Preis „Begegnung 2012“ der Sparkassen-Stiftung zur Förderung der Völkerverständigung ausgezeichnet.

„Mit rund 77 Kilometern verläuft knapp die Hälfte der 171 Kilometer langen Kreisgrenze als Grenze zu den Niederlanden. Der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und dem Gedanken der Völkerverständigung kommt somit eine große Bedeutung zu. Die Kreispolizeibehörde Heinsberg hat sich diesem Gedanken verschrieben und erfüllt ihn mit Leben“, erklärte die Kreissparkasse Heinsberg. Die Kreispolizeibehörde war Initiator des Gesprächskreises „Grenze 77“. Das Ziel dieses Gremiums ist es, die Möglichkeiten, die der Staatsvertrag zwischen den Niederlanden und Deutschland bietet, in der täglichen Arbeit umzusetzen und so die gemeinsame Polizeiarbeit entlang der 77 Kilometer langen Grenze zu gewährleisten.

Weiterhin ist sie seit 40 Jahren Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft von Polizeibehördenleitern in der Euregio Maas-Rhein, genannt NeBeDeAgPol. Dort werden in gemeinsamen Führungsdialogen Wege gesucht, um zum Beispiel Probleme der unterschiedlichen länderspezifischen Gesetze in der Praxis zu überwinden.

Um diese transnationalen Beziehungen zu festigen, nimmt die Kreispolizeibehörde auch an grenzüberschreitenden Aktivitäten teil, die über die klassische polizeiliche Tätigkeit hinausgehen. So wird zum Beispiel in jedem Jahr eine euregionale Fahrradtour für Polizeiangehörige in der Euregio (Euregio-Fietstocht) unternommen. Darüber hinaus nehmen Vertreter der Kreispolizei an Laufveranstaltungen oder Fußballturnieren teil. Durch all diese Zusammentreffen wurden im Laufe der Jahre nicht nur sprachliche Hindernisse überwunden. Mittlerweile sind regelmäßige private Treffen etabliert. Es haben sich zahlreiche Freundschaften entwickelt, die bis zu gemeinsamen Urlauben oder gegenseitigen Einladungen zu Familienfeiern geführt haben.

Die Jury des Begegnungspreises, in der neben Mitgliedern des Kuratoriums und des Vorstandes der Sparkassen-Stiftung auch Redakteure der lokalen Presse vertreten sind (unter ihnen Regionalredakteur Dieter Schuhmachers aus dem Zeitungsverlag Aachen), hob bei ihrer Entscheidungsbegründung besonders die Vielfältigkeit und Nachhaltigkeit der grenzüberschreitenden Kontakte hervor. Der Gedanke der Völkerverständigung werde in besonderem Maße gelebt und führe auch durch die privaten Kontakte zur Festigung der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit, die letztlich wiederum der Sicherheit der Bürger im Kreis Heinsberg zugute komme.

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Sparkassendirektor Thomas Pennartz, berichtete, dass die Jury in diesem Jahr aus 15 Vorschlägen auswählen konnte. Alle hätten von großem Engagement zur Förderung des Zusammenhalts von Menschen unterschiedlicher Nationen gezeugt. Dies habe es nicht leicht gemacht, eine Entscheidung zu treffen. Er ermunterte alle, die aktuell nicht berücksichtigt werden konnten, sich in diesem Jahr erneut zu bewerben.

Polizeidirektor Friedhelm Hinzen erklärte in einer ersten Reaktion , die Auswahl der Kreispolizeibehörde als Preisträger freue ihn sehr. „Denn schon seit vielen Jahren hat die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den niederländischen Kollegen für die Heinsberger Polizei eine besondere Bedeutung. Der Ausbau dieser Beziehungen liegt mir auch persönlich sehr am Herzen. Deshalb bin ich auch stolz darauf, dass die Jury das Engagement der Polizeibeamtinnen und -beamten, das deutlich über das dienstliche Maß hinausgeht, entsprechend gewürdigt hat.“ Die offizielle Preisverleihung an die Kreispolizeibehörde Heinsberg wird im Rahmen einer Feierstunde erfolgen. Das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro wird von der Kreispolizeibehörde einer gemeinnützigen Organisation zur Verfügung gestellt.

Die Ausschreibung der Stiftung sah auch die Auslobung von drei Wochenendreisen für jeweils zwei Personen unter allen Einreichern der Vorschläge vor. Die ausgelosten Gewinner sind: Christian Ehlers (Erkelenz), Markus Klassen (Selfkant) und Werner Franzen (Heinsberg). Der Dank von Jury sowie Kuratorium und Vorstand der Sparkassen-Stiftung galt allen für die Teilnahme. Nur durch zahlreiche Vorschläge werde das Projekt „Stiftungspreis“ mit Leben gefüllt. Die Preisverleihung solle möglichst viele Menschen im Kreis Heinsberg motivieren, sich für die Völkerverständigung einzusetzen.

 

Zusätzlich zur Vergabe des Begegnungspreises wird die Sparkassen-Stiftung ab diesem Jahr einen weiteren Preis zur Förderung der Völkerverständigung verleihen. Mit diesem soll das vielfältige ehrenamtliche Engagement von Personen oder Institutionen im Bereich der Integration im Kreis Heinsberg gewürdigt werden. Details zum neuen Integrationspreis, für den ab dem 1. Februar Vorschläge eingereicht werden können, will die Sparkassen-Stiftung in Kürze bekannt geben.

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