Begas-Haus weckt das Interesse an Kunst

Von: jwb
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Farbenfrohe Kunst von Kinderhand: Im Rahmen des Programms „Kulturrucksack“ wurde im Begas-Haus ein Kreativ-Workshop realisiert. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Immer wieder gelingt es dem Begas-Haus, das Interesse an Kunst bei Kindern und Jugendlichen zu wecken. Die Künstlerin Beate Königs aus Heinsberg und der Fotograf Kay Huett aus Erkelenz leiteten den ersten von zwei Sommerferien-Kreativ-Workshops für Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 14 Jahren.

An vier Nachmittagen stand für die Gruppe das Thema Porträt im Mittelpunkt der kreativen Prozesse. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert mit dem Programm ­„Kulturrucksack“ attraktive Kultur- und Bildungsangebote für die Altersgruppe von zehn bis 14 Jahren. Das Heinsberger Museum unterstützt diese Initiative mit den kostenlosen Workshops.

Zum ersten Workshop unter dem Motto „Dein Atelier in den Ferien“ hatten sich 13 Mädchen und Jungen angemeldet. Was mit dem Kennenlernen begann, endete mit einer Finissage und der Ausstellung der vielen interessanten Werke. Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde erfreuten sich an vielen gelungenen Bildern.

„Bei einem ersten Rundgang im Museum mit Sichtung der Porträts der Künstlerfamilie Begas war das Ziel, die Unterschiede von Auftragsporträts und Selbstporträts zu erkennen“, beschrieb Beate Königs als Leiterin des Workshops den Einstieg in den thematischen roten Faden. Die erste praktische Übung sollte das genaue Hinsehen schulen. Den Partner einmal genau betrachten und dann „blind“ wiedergeben, sollte die Konzentration auf das Wesentliche des Porträtierten einüben.

Am zweiten Tag ging es um die Frage: „Wie sehe ich mich selbst?“ Anhand eines Fotos malten die Teilnehmer ein Selbstporträt. Die Frage „Was gehört zu mir?“ sollte helfen, den Hintergrund zu gestalten. Eine weitere Übung stützte den kreativen Prozess des Abstrahierens, in dem das Foto in Teile zerschnitten und collagenartig neu zusammengefügt wurde. Das Malen mit Acryl auf Leinwand ergab vielfältige Lösungen und gelungene Werke.

Der dritte und vierte Tag waren anspruchsvoll und enthielten Übungen zur Linien- und Flächengestaltung. Zudem sollten Stimmungen und Gefühle farblich ausgedrückt werden. Die freigemalten Selbstporträts, in dem die erlernten Techniken eingesetzt wurden, zeigten die Entwicklung für Farbe, Fläche und Perspektive. Die Selbstporträts standen denn auch während der Finissage im Mittelpunkt der Präsentation. Von expressionistischer bis zu idealisierender Darstellung reichten die Beispiele.

„Ich bin positiv überrascht über das kreative Engagement der Teilnehmer“, betonte Kay Huett, der erstmalig das Abenteuer Workshop als Mitverantwortlicher begleitete. Anhand der hohen Zahl der entstandenen Werke ließ sich schon ablesen, dass es allen Teilnehmern großen Spaß gemacht hatte.

Das bestätigte denn auch der ­elfjährige Jeremy: „Die Kunst ­interessiert mich und deshalb habe ich mich hier angemeldet.“ Auch Ruben (12) hatte es wieder gefallen. Er nahm zum wiederholten Mal ein Angebot im Begas-Haus wahr.

Und die Kunst der kleinen Künstler kam bestens an: Der Beifall der Besucher war den jungen Workshop-Teilnehmern bei der ­Finissage im Begas-Haus jedenfalls sicher.

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