Begas-Haus ja, aber Stadt sollte nicht Mehrkosten tragen

Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. In der Debatte um die Nachfinanzierung für das Begas-Haus, das Museum für Kunst und Regionalgeschichte in Heinsberg, haben sich die Fraktionen der Freien Wähler im Kreistag und im Heinsberger Stadtrat mit einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet: Sie lehnen die Übernahme der Kostensteigerung durch die Stadt Heinsberg ab.

Wie bei einer gemeinsamen Sitzung der Kulturausschüsse von Kreis und Stadt zuletzt bekannt geworden war, zeichnet sich für Kreis und Stadt zusammen alleine für die Jahre von 2014 bis 2016 eine Mehrbelastung in Höhe von 310.000 Euro ab. In der Sitzung hatte es aber eine Positionierung der CDU-Mehrheitsfraktion im Heinsberger Stadtrat gegen eine Anhebung der kommunalen Beiträge für den Trägerverein in dem von Verwaltungsseite vorgeschlagenen Ausmaß gegeben.

Die Freien Wähler bezeichnen nun das Begas-Haus als eine kulturell sinnvolle Einrichtung für die Stadt und den Kreis Heinsberg sowie das Rheinland und Nordrhein-Westfalen insgesamt. „Mit der jetzigen Ausrichtung hat das Museum eine überregionale Bedeutung. Die Freien Wähler in Kreis und Stadt Heinsberg sprechen sich daher deutlich für das Museum aus.“

Eine Erhöhung des Investitionsvolumens im Finanzplan 2011 bis 2014 sei jetzt aus Sicht der Freien Wähler aber nicht nachvollziehbar. Die notwendige Transparenz bereits bei Entstehung der Mehrkosten in den Jahren 2011 und 2012 habe es nicht gegeben. Für die Genehmigung der Mehrkosten müsse es daher Verantwortliche geben. Diese Verantwortlichen sollten daher auch die Mehrkosten und die Verantwortung übernehmen.

Mit Blick auf die aktuelle Finanzlage der Stadt Heinsberg und die Diskussion um die Schließung der beiden Freibäder sei es „nicht tragbar“, so die Freien Wähler, „dass die Stadt Heinsberg diese Mehrkosten mit übernimmt“.

Kreis und Landschaftsverband Rheinland seien daher aufgerufen, diese Mehrkosten im Rahmen der Solidargemeinschaft zu übernehmen. Der Kreis habe weitaus höhere Kosten bei der Finanzierung der L 117 n übernommen. Auch die Stadt Heinsberg sei da im Rahmen der Kreisumlage solidarisch gewesen.

Weitaus höher sollte aber nach Meinung der Freien Wähler der Anteil des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) sein, da das Museum überregionale Bedeutung habe. Die Freien Wähler forderten die Mitglieder der Landschaftsversammlung Rheinland aus dem Kreis Heinsberg auf, aktiv einen Antrag zur Übernahme der notwendigen Kosten durch die Landschaftsversammlung dort einzubringen.

Wenn Großvorhaben, auch bei Kostenüberschreitungen, wie zum Beispiel Zeche Zollverein in Essen oder Forum Vogelsang, durch den LVR unterstützt würden, sei es legitim und selbstverständlich, das im Verhältnis dazu kleine Projekte wie das Begas-Haus ebenfalls durch den LVR getragen würden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert