Kreis Heinsberg - Beeindruckt von Arbeit der Lebenshilfe

Beeindruckt von Arbeit der Lebenshilfe

Von: anna
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Nach dem Rundgang durch das Lebenshilfe-Center in Oberbruch zogen im Heinsberger Haus Lennartz ein positives Fazit: Lebenshilfe-Mitarbeiter Alexander Schuster, Bürgermeister Wolfgang Dieder, Ausschuss-Vorsitzende Martina Zsack-Möllmann, Lebenshilfe-Geschäftsführer Edgar Johnen sowie die LVR-Dezernenten Dirk Lewandrowski und Prof. Dr. Angela Faber (von links). Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Beeindruckt von der Arbeit der Lebenshilfe Heinsberg zeigte sich der Sozialausschuss der Landschaftsversammlung im Landschaftsverband Rheinland (LVR) bei seiner Sitzung im Haus Lennartz in Heinsberg.

Nach einem gemeinsamen Frühstück im Museumscafé Samocca, das ebenfalls von der Lebenshilfe betrieben wird, machten sich die Ausschussmitglieder zusammen mit Geschäftsführer Edgar Johnen zunächst in einem Bus gemeinsam auf den Weg ins neue Lebenshilfe-Center nach Oberbruch. Schon auf dem Weg dorthin erläuterte Johnen den Gästen die Entstehung des neuen Centers. Vor Ort lernten die Ausschussmitglieder dann in fünf verschiedenen Gruppen unterschiedliche Werkstatt- und Förderbereiche kennen.

Wieder zurück im Haus Lennartz, wo dann die eigentliche Ausschusssitzung begann, zeigte sich Dirk Lewandrowski, LVR-Dezernent für Soziales, vor allem von der Verbindung der Arbeits- und Förderbereiche im Lebenshilfe-Center angetan. „Das macht die Übergänge viel leichter“, betonte er. Dies sei nicht sein erster Besuch bei der Lebenshilfe in Heinsberg gewesen, erklärte der aus Hückelhoven stammende LVR-Vertreter. Ebenfalls beeindruckt zeigte er sich von der sogenannten Oase in der Werkstatt. Derartige Ruhebereiche gebe es in anderen Werkstätten für behinderte Menschen auch, erklärte er.

Einzigartig sei jedoch das wohnliche Ambiente der Oberbrucher Einrichtung. „Da geht auch die Zukunft hin“, so Lewandrowski weiter, „denn es wird immer mehr ältere Mitarbeiter in den Werkstätten geben.“ Und für sie gelte es verstärkt, nicht nur Arbeits-, sondern auch Tagesstrukturen zu organisieren. Da werde es künftig neuer „Mischformen“ bedürfen. Die Strukturen der Lebenshilfe Heinsberg seien dafür schon jetzt ein gutes Beispiel. Die Bemühungen der Lebenshilfe, im neuen Center eine Atmosphäre gemeinschaftlichen Lebens zu schaffen, würdigte auch seine Kollegin, die LVR Dezernentin für Schulen und Integration, Prof. Dr. Angela Faber.

Zu Beginn der Sitzung im Obergeschoss des Hauses Lennartz begrüßte Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder die Ausschussmitglieder. Er erläuterte ihnen die Geschichte des Gebäudekomplexes mit Begas-Haus und Haus Lennartz und informierte sie über die Investitionen in die Sanierung und den Umbau in den vergangenen Jahren. „Wir haben so die historische Keimzelle von Heinsberg gesichert“, betonte er. „In Heinsberg gibt es gelebte Inklusion“, fügte er mit Blick auf das von der Lebenshilfe betriebene Museumscafé im Untergeschoss hinzu. Dieder schloss mit einem kurzen Blick auf die wirtschaftliche Situation der Kreisstadt und lud die Ausschussmitglieder zum ersten inklusiven Stadtfest vom 9. bis 11. September ein. „Man sieht, Heinsberg ist klein aber fein“, resümierte die Ausschussvorsitzende Martina Zsack-Möllmann, bevor sie in die Tagesordnung der Sitzung einstieg.

In der Sitzung ging es unter anderem um die Integrationsbetriebe im Land, die zwischen 25 und 50 Prozent behinderte Mitarbeiter haben und künftig Inklusionsbetriebe heißen werden, um Pool-­Lösungen für schulische Integrationshilfen oder um Daten und Fakten zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben. Diskutiert wurde dabei im Ausschuss, dass derzeit 15 Prozent der Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen nicht besetzt seien. Direkt ging dabei die Frage an Lebenshilfe-Geschäftsführer Edgar Johnen, ob daran nicht auch die Werkstätten Schuld hätten, weil sie ihre „Leistungsträger“ sicherlich nicht gerne abgeben würden. Dem widersprach Johnen vehement. Die Werkstätten seien dabei nicht der „Knackpunkt“, sondern die Eltern oder andere Angehörige der schwerbehinderten Menschen.

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