Bedürftigen Familien zum Fest eine Freude bereitet

Von: syn
Letzte Aktualisierung:
päckchenfo
Simone Mattern (Mitte) mit Monika Peters und Lucilio Leal-Fresco, zwei der derzeit 14 festen ehrenamtlichen Helfer der Tafel, inmitten der vielen Päckchen. Foto: Petra Wolters

Heinsberg/Wegberg. „Es hat alles gepasst!” Mit vier Worten fasst Simone Mattern den großen Erfolg der ersten Weihnachtspäckchenaktion der Heinsberger Tafel zusammen. Der Verein, in dem sie Geschäftsführerin ist, hat sich an der gemeinsamen Initiative von Tafeln, WDR und unserer Zeitung beteiligt, obwohl er gerade einmal seit vier Monaten besteht.

105 bedürftige Familien hatten sich für ein Päckchen angemeldet, das sie am Freitag in den Räumen der Tafel an der Erzbischof-Philipp-Straße abholen konnten. Und genau 108 Päckchen waren bis Donnerstag Abend zusammengekommen.

Sie habe sich große Sorgen gemacht, ob wohl so viele Päckchen bereitgestellt würden, räumt Mattern ehrlich ein und ist jetzt natürlich allen Spendern sehr dankbar. Dazu gehören viele Menschen, die Donnerstag einfach privat ein Päckchen gebracht haben, aber auch Firmen, eine Schule, ein Seniorenheim und die Polizei, die Päckchen gesammelt haben.

Freitag herrschte von 10 bis 18 Uhr durchgängig Betrieb bei der Tafel. Im Zwei-Stunden-Rhythmus konnten die bedürftigen Familien hier nicht nur ihr Päckchen abholen, sondern wurden mit Kuchen und Brötchen auch herzlich bewirtet. Am Nachmittag brachte der Nikolaus 50 Kindern zudem Geschenke als Ergebnis einer privaten Wunschzettelaktion von Sascha und Simone Mattern mit einem Weihnachtsbaum auf dem Ophovener Adventsmarkt.

Die Gäste der Tafel waren begeistert. „Ich bin so froh, dass es die Tafel hier gibt”, sagte eine Besucherin. „Und nach vier Monaten schon so eine Aktion, alle Achtung!” Über die Lebensmittel hinaus habe man hier auch einen Ort, um Kontakte zu knüpfen, „wo man ein bisschen reden kann”, fügte ein andere hinzu.

Mit einiger Enttäuschung blickt die Wegberger Tafel auf die knapp hundert Pakete die zusammengekommen sind und an die Tafelbesucher verteilt werden können. „Das ist viel zu wenig”, erklärt die Tafelvorsitzende Gabriela Jansen. Damit ist das Spendenaufkommen gegenüber dem Vorjahr noch einmal gesunken.

Bereits 2008 hatte es einen Einbruch gegeben, nachdem es im Vorfeld wegen der Spende der Tafel an das Hilfswerk von Abbé George massive Kritik hagelte. „Die Spendenbereitschaft im Raum Aachen ist insgesamt geringer geworden”, betont Jansen. Zwar seien mit insgesamt 6800 Paketen ähnliche Spendenaufkommen wie im vorigen Jahr erreicht worden, doch habe die Zahl der Tafeln seitdem zugenommen.

Die Tafelbesucher in Wegberg werden in diesem Jahr weniger unter den Weihnachtsbäumen stehen haben. Gerade deshalb dankt Jansen allen Spendern für ihr Engagement.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert