Bedarf an Pflegekräften steigt enorm

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Minister Guntram Schneider (vorn l.) und Bernd Bogert (vorne r.), Geschäftsführer der St. Gereon Einrichtungen, vor den Auszubildenden und Praktikanten der St. Gereon Einrichtungen.

Hückelhoven-Brachelen. „Ich bin sehr froh zur Kenntnis nehmen zu können, dass sich Menschen für den Pflegeberuf begeistern. Ich merke ihre Euphorie für diese Tätigkeit”, sagte Minister Guntram Schneider vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW zu Bernd Bogert, Geschäftsführer der St.-Gereon-Einrichtungen.

Der Arbeitsminister war zu Besuch im Haus Schunk in Gereonsweiler im Rahmen einer eintägigen Rundreise durch die Region Aachen, um sich ein Bild von Frauenerwerbstätigkeit und Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt zu machen. Da sein Ministerium das Projekt „Pflege-Innovationen in der Gesundheitsregion Aachen” (PIA) förderte, an dem auch die St.-Gereon-Einrichtungen teilnahmen, lag es für den Politiker nahe, auch diese aufzusuchen. Themenschwerpunkt hier war die qualifizierte Frauenarbeit in der Altenpflege unter den Aspekten Gestaltung von Arbeitsbedingungen, dem Erhalt und der Gewinnung von Fachkräften.

Die Begrüßung übernahm Elke Breidenbach, Leiterin der Regionalagentur Aachen, indem sie darauf verwies, dass in Zukunft im Bereich der Pflegeberufe ein Fachkräftemangel sein wird. „Wir benötigen in Zukunft sehr viel mehr Pflegefachkräfte”, sagte sie. Dies gelte in besonderem Maße für den Kreis Heinsberg, wo mit 104 Prozent die höchste prognostizierte Steigerungsrate des Bedarfs an Pflegekräften im Vergleich zu heute zu erwarten sei.

Jeder fünfte Schulabgänger müsse ab dem Jahr 2030 in die Pflege gehen, betonte Breidenbach. Dann überließ sie das Wort Dr. Paul Fuchs-Frohnhofen vom Beratungsunternehmen MA & T Bilanz, der kurz das Projekt PIA vorstellte. Ziel sei, beruflich Pflegende, von denen immer noch über 80 Prozent Frauen seien, weniger als Kostenfaktor und mehr als „Innovatoren” wahrzunehmen und so deren Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern.

Die Mitarbeiter vornehmlich Mitarbeiterinnen sollten für ihre Interessen eintreten und an der Gestaltung der Rahmenbedingungen ihrer Arbeit beteiligt werden. Die Seniorendienste St. Gereon hätten viele Projekte diesbezüglich auf den Weg gebracht angefangen vom Mitunternehmertum mit dem „Team als Star” wie Bernd Bogert es formulierte, dem ambulanten Dienst, der Tagespflege, altersgerechte Arbeitsplätze und gesundheitsfördernde Maßnahmen. „Wir sehen uns zwar als Dienstleister, wollen aber die Potenziale derer, die bei uns leben und arbeiten, einbinden”, betonte Bogert. Als größte Herausforderung bezeichnete er es, „richtige” Menschen für die Pflege zu gewinnen.

„Auf qualifizierte Frauen können wir angesichts der demographischen Entwicklung nicht verzichten”. Damit unterstrich der Minister, was auch Andrea Hilger, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt von der Agentur für Arbeit Aachen, bereits zur „Zukunft in den Pflegeberufen” gesagt hatte.
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